Motorsport
Ralf Schumacher zurück im Formel-1-Cockpit

Formel-1-Pilot Ralf Schumacher kehrt zwei Wochen nach seinem Unfall von Indianapolis ins Cockpit zurück. Sorgen um seine Gesundheit macht sich der Kerpener vor dem Großen Preis von Frankreich am Sonntag jedoch nicht.

Beim Großen Preis von Frankreich in Magny-Cours greift Ralf Schumacher nur zwei Wochen nach seinem Unfall von Indianapolis wieder ins Formel-1-Geschehen ein. Angst um seine Gesundheit oder schlechte Erinnerungen hat der Kerpener dabei nicht. Das einzige, was seine Vorfreude stört, ist die Sorge um seinen Hund Scoopy, der am vorigen Wochenende bei einem Spaziergang mit Herrchen in St. Tropez verschwunden ist.

"Wir haben ihn noch nicht wiedergefunden", sagte Schumacher am Freitag vor dem freien Training in Magny-Cours. Auch eine Suchmeldung im Radio blieb erfolglos. Der Kerpener befürchtet, dass der sechs Monate alte Chihuahua, den er erst vor vier Monaten aus Barcelona mitgebracht hat, Opfer von professionellen Hundefängern geworden sein könnte. Ralfs Frau Cora versucht mit Hilfe einer Angestellten, den Liebling von Söhnchen David vielleicht doch noch wiederzufinden.

Schimpfwörterbuch für den Boxenfunk

Sollte das nicht klappen, könnte Schumacher gleich eines der Geschenke zu seinem 30. Geburtstag am Donnerstag ausprobieren. Sein Renn-Ingenieur Francesco Nenci hatte den Deutschen mit einem italienischen Schimpfwörterbuch überrascht, damit sich die beiden über den Boxenfunk besser unterhalten können.

Dass "Schumi II" in Magny-Cours, wo er 2001 seine erste Pole Position und 2003 ebenfalls von Startplatz eins seinen sechsten und bislang letzten GP-Sieg feierte, viel Grund zum Schimpfen bekommt, glaubt er allerdings nicht: "Ich gehe davon aus, dass wir in die vorderen Punkteränge fahren können, wenn alles glatt läuft."

"Da gibt es nichts zu verarbeiten"

Gedanken über den schweren Unfall von Indianapolis, wo er wie ein Jahr zuvor erneut nach einem Reifenschaden in der Steilkurve gegen die Begrenzungsmauer geflogen war, macht er sich nicht mehr. "Dieser Unfall hätte jedem anderen auch passieren können", sagte Schumacher: "Da gibt es nichts zu verarbeiten. Außerdem sind unsere Autos sehr sicher, wie ich ja schon oft bewiesen habe."

Gedanken an ein mögliches Karriereende schiebt er weit von sich. "Ich mache das, so lange ich Spaß habe, und kann auch noch kein Ende absehen", meinte der Toyota-Pilot. Passieren könne einem überall etwas: "Im Flugzeug, wenn man über die Straße geht oder beim Radfahren."

Keine körperlichen Probleme

Körperliche Probleme hat er nach dem Unfall nicht. Die Empfehlung von Rennarzt Gary Hartstein, in Indianapolis nicht zu fahren, sei nur wegen der besonderen Situation durch die Reifenprobleme beim US-Grand-Prix gekommen. "Es gab das Risiko, dass dort wieder etwas passiert", erklärte Schumacher, der sich zuletzt nur ein wenig erholt hat: "Medizinische Checks waren nicht nötig."

© SID

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