
Lima/Berlindpa: Wie war das Gefühl auf dem Podium?
Dirk von Zitzewitz: Es war toll natürlich. Zum einen sind Giniel und ich beide total happy, was wir hier geschafft haben mit diesem Team. Zum anderen war es genauso toll, die Euphorie und Begeisterung von allen Jungs aus dem Team zu sehen. Alle sind super happy. Es war ein saugeiles Gefühl.
Wie sehr haben Sie denn auf den letzten 29 Wertungskilometern noch gezittert, dass nichts mehr dazwischen kommt?
Also ehrlich gesagt, überhaupt nicht. Es hat sich alles gut angefühlt. Der „Hilu' hat geschnurrt, wie er sollte. Wir waren absolut sicher, dass nichts passiert. Wir hatten überhaupt keine Bedenken. 2009, als es um den Sieg ging, war das schon ein bisschen anders. Wir waren (diesmal) super entspannt.
Lag das daran, wie es in den 13 Tage zuvor schon gelaufen war?
Genau. Die ganze Dakar ist für uns vom Auto her so problemlos gelaufen, wesentlich besser, als wir es erwartet hatten. Wir kannten das Auto vorher nicht so gut. Wir haben nur wenig testen können. Wir hatten wirklich damit gerechnet, viele Probleme zu bekommen. Stattdessen war überhaupt nichts. Das Auto ist so brav gelaufen, jeden Tag. Das hat uns unheimlich sicher gemacht zum Ende hin.
Welchen Stellenwert nimmt dieser dritte Platz in Ihrer Dakar-Vita ein?
Der Sieg von 2009 ist natürlich so schnell nicht zu toppen. Aber der Erfolg diesmal, 2012, der dritte Platz mit Toyota kommt direkt danach. Es ist für uns, für Giniel und mich, ein ganz toller und wichtiger Erfolg. Es ist fast wie ein Sieg, kann man sagen. Denn mit einem Privatteam so weit nach vorne zu kommen und aufs Podium ist super schwierig und eigentlich fast unmöglich. Dass wir das hinbekommen haben, ist eine tolle Leistung. Außerdem sind wir die einzigen, die es geschafft haben, in Südamerika dreimal aufs Podium zu kommen. Vor uns war Toyota nur einmal auf dem Podium, das war 1985 - alles Sachen, die Freude machen.