Red-Bull-Teamchef Horner
Auch in Abu Dhabi keine Teamorder

Red Bull hat für das Saisonfinale in Abu Dhabi eine Teamorder ausgeschlossen. Teamchef Christian Horner erklärte, man werde Sebastian Vettel und Mark Webber "gleich" unterstützen.

Sebastian Vettels Rennstall Red Bull hat auch für das Saisonfinale in Abu Dhabi eine Teamorder ausgeschlossen, hofft bei einer entsprechenden Situation aber auf eine freiwillige Geste von Vettel zugunsten seines Kollegen Mark Webber. "Ich glaube nicht, dass ich diese Entscheidung treffen müsste. Letztendlich würde es an Sebastian liegen, wenn wir in dieser Position wären", sagte Red-Bull-Teamchef Christian Horner und kündigte erneut an, von Teamseite aus werde man "beide gleich" unterstützen.

In Brasilien durfte Vettel vor dem in der WM-Wertung aussichtsreicher platzierten Webber gewinnen, dem ein Sieg am kommenden Sonntag (14.00 Uhr MEZ/RTL und Sky) nicht zum Titelgewinn reichen würde, falls Spitzenreiter Fernando Alonso Platz drei belegt. Der Schritt zur Teamorder "hätte bedeutet, dass wir von unserer Linie abgegangen wären. Wir haben immer gesagt, dass wir das sportlich angehen", sagte Red-Bull-Berater Helmut Marko und kündigte an: "Wir gehen mit der gleichen sportlichen Einstellung nach Abu Dhabi."

Horner erklärte, dass es in Brasilien "falsch gewesen wäre, einen Fahrer aus dem Titelrennen zu nehmen. Am Ende haben immerhin beide Punkte auf Fernando Alonso aufgeholt." Horner glaubt jedoch, dass Vettel Webber in Abu Dhabi vorbeilassen würde, wenn nur noch der Australier Titelchancen hätte. "Wenn wir in eine Situation kommen, wo ein Fahrer Hilfe vom anderen braucht, dann schätze ich, dass wir das tun werden", sagte der Brite: "Aber das muss dann vom Fahrer selbst kommen."

Teamorder durch Rennstall verboten

Eine Teamorder durch den Rennstall ist in der Formel 1 verboten. Ferrari hatte beim Großen Preis von Deutschland in Hockenheim am 25. Juli gegen diese Regel verstoßen, als das Team Felipe Massa über Funk aufforderte, Teamkollege Fernando Alonso vorbeizulassen. Die Renn-Kommissare hatten Ferrari dafür mit einer Geldstrafe von 100 000 Dollar belegt. Alonso durfte die sieben Punkte mehr für Platz eins anstatt zwei aber behalten und hat nun vor dem letzten Rennen mit 246 Punkten acht Zähler Vorsprung vor Webber (238) und 15 vor Vettel.

Sollte Alonso in Abu Dhabi Dritter werden, würde er Weltmeister, falls Vettel das Rennen vor Webber gewinnt. Vettel holt bei einem Sieg dagegen nur den Titel, falls Alonso bestenfalls Fünfter wird.

© SID

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