Motorsport
Red Bull übernimmt Minardi

Mit zwei Teams wird die Red Bull Gmbh in die Formel-1-Saison 2006 gehen. Das österreichische Unternehmen gab in Spa bekannt, dass es am 1. November alle Anteile am Minardi-Rennstall übernehmen wird.

Die Red Bull Gmbh erweitert ihr Engagement in der Formel 1. Am 1. November werden die Österreicher sämtliche Anteile am F1-Team von Minardi übernehmen. Darauf einigten sich beide Seiten am Rande des Großen Preises von Belgien in Spa-Francorchamps. Neben dem Red-Bull-Team, das erst zu Beginn der laufenden Saison als Nachfolger des Jaguar-Rennstalls in die Königsklasse eingestiegen war, soll Minardi als "Rookie-Team" geführt werden, um talentierten Nachwuchsfahrern ein Cockpit bieten zu können.

Die beiden Rennställe sollen unabhängig voneinander geführt werden und zueinander im Wettbewerb stehen, hieß es am Samstag in einer Presseerklärung. Der Kaufpreis soll zwischen 50 und 70 Mill. Euro liegen. Über Fahrer, die Teamleitung oder den künftigen Namen des Rennstalls wurde noch nicht entschieden.

Red Bull führte drei Gründe für die Übernahme von Minardi an. Die Österreicher verfügen über mehr Fahrer-Talente als Cockpits. Dazu zählen unter anderem der Österreicher Christian Klien, der Italiener Vitantonio Liuzzi und der US-Amerikaner Scott Speed, für die im bisherigen Team neben dem routinierten Schotten David Coulthard nur ein Platz gewesen wäre. Statt die Piloten in anderen Teams unterzubringen, entschieden sich die Österreicher für den Kauf eines zweiten Rennstalls. Das neue Team sei zudem in der Lage, sich weitgehend selbstständig zu finanzieren. Zudem habe Red Bull damit zukünftig in Fragen der Formel-1-Politik ein zweites Stimmrecht.

© SID

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