Motorsport
Reifen-Affäre hat keine Konsequenzen

Die mit Michelin fahrenden Teams der Formel 1 werden im "Fall Indianapolis" für nicht schuldig befunden. Die oberste Motorsport-Behörde folgt einer Empfehlung des FIA-Senats, der eine Aufhebung der Schuld empfohlen hat.

Die Anschuldigungen gegen die sieben Michelin-Teams im "Fall Indianapolis" sind endgültig fallen gelassen worden. Die oberste Motorsport-Behörde folgte am Freitag am Rande des Großen Preises von Hockenheim einer Empfehlung des FIA-Senats, der am 14. Juli nach einer Anhörung der Teams in Monte Carlo eine Aufhebung der Schuldsprüche in der so genannten Reifen-Affäre empfohlen hatte.

Michelin-Reifen waren nicht sicher

Die Behörde hatte die Teams BAR-Honda, BMW-Williams, Mclaren-Mercedes, Red Bull, Renault sowie Sauber und Toyota, die in Indianapolis vor knapp fünf Wochen auf Anweisung ihres Reifen-Herstellers wegen Sicherheitsbedenken nicht gestartet waren, in zwei von fünf Anklagepunkten zunächst schuldig gesprochen.

Die Teams hatten daraufhin Einspruch gegen die Entscheidung eingelegt."Die Teams hatten damals doch gar nicht anders handeln können", kommentierte BMW-Motorsportdirektor Mario Theissen die Entscheidung des FIA-World-Councils, während auch Renault-Teamchef Flavio Briatore erleichtert war: "Das ist super. Diese Entscheidung ist sehr wichtig für die Fahrer."

Michelin übernimmt Verantwortung

Damit findet auch die für den 28. September in Paris angesetzte Verhandlung nicht mehr statt, bei der eigentlich ein Strafmaß gegen die Teams bekannt gegeben werden sollte. Ausschlaggebend für die FIA-Empfehlung war die Vorlage neuer Beweismittel durch die betroffenen Rennställe.

Michelin hat inzwischen die volle Verantwortung für den Skandal übernommen. Zudem hatten die Franzosen angekündigt, allen Fans das Eintrittsgeld zurückzuzahlen und 20 000 Freikarten für den Grand Prix im kommenden Jahr zu vergeben.

© SID

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