Reifenzoff
Mercedes und Kontrahenten setzen aufs Tribunal

Der Zoff um den Reifentest von Mercedes und Pirelli überlagert auch in Kanada das sportliche Geschehen. Zumindest ein juristisches Ende in dem Fall ist absehbar: Das Internationale Tribunal verhandelt am 20. Juni.
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MontréalMercedes muss noch knapp zwei Wochen zittern, Pirelli kommt wohl ungeschoren davon und Ferrari ist definitiv aus dem Schneider: Beim hochpolitischen Streit um den ominösen Reifentest des deutschen Rennstalls und des italienischen Pneu-Produzenten soll am 20. Juni die Entscheidung fallen. Die ganze Formel 1 will das quälende Reizthema „Testgate“ möglichst schnell wieder vom Tisch bringen. Schließlich ist das sportliche Geschehen auch beim Großen Preis von Kanada wegen des Dauerzoffs völlig in den Hintergrund gedrängt worden.

Trotz aller kontroversen Interpretationen über Vorteile und Legalität des dreitägigen Tests Mitte Mai sind sich die Beschuldigten und Kläger in einem Punkt einig: Es sei gut, dass das Internationale Tribunal des Automobil-Weltverbands FIA den delikaten Fall bald verhandelt. „Wir vertrauen dem Tribunal“, erklärte Mercedes-Teamchef Ross Brawn in Montréal. Sein Red-Bull-Kollege Christian Horner versicherte: „Wir vertrauen darauf, dass die FIA die angemessenen Entscheidungen trifft.“

Eine offizielle Bestätigung des Termins durch den Dachverband fehlt zwar noch. Aber in Montréal versicherten mehrere Seiten im Vertrauen, dass das Tribunal zehn Tage vor dem britischen Grand Prix tagen wird. Ein FIA-Sprecher wollte gegenüber der Nachrichtenagentur dpa den Verhandlungstermin nicht bestätigen, erklärte aber, dass dieser Anfang der Woche bekanntgegeben werde.

Das mindestens drei Mitglieder umfassende Tribunal muss klären, ob der Reifentest mit einem aktuellen Silberpfeil und den beiden Stammpiloten Nico Rosberg und Lewis Hamilton regelkonform oder rechtswidrig war. Laut Statuten sind solche Probefahrten während der Saison eigentlich nicht erlaubt. Aber die FIA stimmte dem Ansinnen Pirellis unter der Bedingung zu, dass auch andere Teams zu einem solchen Test eingeladen würden.

Seit dem Großen Preis von Monaco tobt nun ein erbitterter Streit darüber, ob der Test legal oder illegal war, wer was wie entschieden oder zugesagt hat und ob – und falls ja welche – Vorteile Mercedes aus den insgesamt 1000 Kilometern ziehen konnte.

Brawn beteuerte in Montréal: „Für uns ist sportliche Integrität sehr, sehr wichtig. Wir hätten den Pirelli-Test nicht gemacht, wenn wir nicht geglaubt hätten, dass wir ihn machen können.“ Der Brite legte großen Wert darauf, dass es sich um einen „Pirelli-Test“ gehandelt habe: „Es ist sehr wichtig, das zu beachten.“ Zudem sei es ein privater und kein geheimer Test gewesen.

Red Bull und Ferrari sehen das komplett konträr. Das Team von Dreifach-Weltmeister Sebastian Vettel und die Italiener schafften mit ihrem Protest nach Nico Rosbergs Sieg in Monte Carlo die Voraussetzung für das nun eingeleitete Verfahren. „Nach unserer Interpretation war das ein klarer Bruch der Regeln und deshalb haben wir Protest eingelegt“, begründete Horner sein Vorgehen. Zugleich nahm er Pirelli aus der Schusslinie: „Das ist eine Angelegenheit zwischen dem Team und der FIA.“

Ferrari-Teamchef Stefano Domenicali zeigte sich überzeugt, dass das Tribunal den Fall klären werde: „Sie haben alle Grundlagen dafür.“ Der Italiener ist fein heraus. Die Scuderia testete zwar im April ebenfalls Pirelli-Reifen, aber mit einem zwei Jahre alten Auto. Damit liegt juristisch nichts gegen die Scuderia vor, auch wenn einige urteilen, Ferrari habe von den Fahrten trotzdem profitiert.

Pirelli hat vor dem Tribunal kaum etwas zu befürchten. Der Reifen-Monopolist kann laut Fachmagazin „auto, motor und sport“ juristisch nicht belangt werden, weil er kein Wettbewerber ist. Nur die FIA könne die Italiener direkt bestrafen - unter der Voraussetzung, dass der Vertrag zwischen diesen beiden Parteien gebrochen worden sei. Das treffe jedoch nicht zu. „Wir reden vor dem Tribunal über alles. Wir sind froh, dort unsere Position und Situation darstellen zu können“, sagte Pirelli-Motorsportchef Paul Hembery. Der FIA-Pressekonferenz in Kanada blieb der Brite allerdings auf Anraten seiner Anwälte fern.


dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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  • .........dieser unwürdige Auftritt in Monaco der Firma mit dem Stern ist eine Fortsetzung des desulaten Zustands dieses Autobauers. Es ist unwürdig unter diesen Premissen einen Sieg herauszufahren. Das gabs früher nicht bei der Firma mit dem Stern. Alfred Neubauer der 1. F 1-Chef der Firma mit dem Stern würde sich im Grab herumdrehen, könnte er noch zuhören und zuschauen. Aber es ist eine Kette von Versagen, Unfähigkeit, Schummelei, Lügen, Besserwisserei, wobei die überhaupt nicht festzustellen ist. Also ein Fall für die Abschiebung der Firma aus deutschen Landen. Weg damit, nicht mehr bei uns, und auch nicht mehr Made in Germany. Das war einmal...............

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