Motorsport
Renault erwägt Startverzicht bei USA-Grand-Prix

Das Renault-Team hat mit einem Startverzicht beim Großen Preis der USA am Sonntag in Indianapolis gedroht. Teamchef Flavio Briatore forderte die FIA auf, die Lieferung neuer Michelin-Reifen zu erlauben.

Wegen der Reifen-Affäre überlegt Renault, beim Großen Preis der USA am Sonntag in Indianapolis nicht ins Rennen zu gehen. Falls der Automobil-Weltverband FIA dem französichen Reifenhersteller Michelin nicht erlaube, neue "Pneus" nach Indianapolis zu bringen, werde sein Team nicht starten, sagte Renault-Chef Flavio Briatore.

Zuvor hatte Michelin verlauten lassen, den sieben von ihm ausgerüsteten Teams möglicherweise den Verzicht auf das Rennen zu empfehlen. Die Franzosen haben bislang keinen Grund für den plötzlichen Druckverlust im linken Hinterreifen von Ralf Schumacher gefunden, der am Freitag zum schweren Unfall des Toyota-Piloten geführt hatte.

"Letzte Entscheidung haben die Teams"

"Nach dem heutigen Stand würden wir den Teams empfehlen, nicht beim Rennen zu starten, so lange wir keine neuen Informationen von unseren Tests bekommen", sagte Michelin-Sportdirektor Neil Shorrock vor der Qualifikation am Samstag. "Die letzte Entscheidung haben natürlich die Teams. Weil wir aber die rechtliche Verantwortung für unser Produkt tragen, geben wir diese Hinweise, wie unser Produkt sicher zu nutzen ist", sagte Shorrock.

Michelin hat nach dem Unfall von Schumacher die Reifen seiner Partnerteams Renault, Mclaren-Mercedes, BMW-Williams, Toyota, Red Bull, Sauber und BAR-Honda untersucht, aber noch keine Ursache der Probleme gefunden. Zudem lässt der Konzern für das Rennen neue Reifen anliefern und hofft auf eine Ausnahmegenehmigung des Automobil-Weltverbandes FIA.

Ecclestone reagiert gelassen

Eigentlich dürfen am ganzen Wochenende keine zuvor abgenommenen Reifen verwendet werden, zudem müssen die Fahrer mit dem Reifensatz der Qualifikation vom Samstag auch das Rennen fahren. Die Verwendung von neuen Reifen wäre daher gemäß der FIA-Statuten ein Regelverstoß.

Keinen Grund zur Sorge sieht derweil Formel-1-Boss Bernie Ecclestone, der in einem Fernseh-Interview relativ gelassen auf das hektische Treiben im Fahrerlager reagierte. "Das Rennen wird nicht abgesagt, bestimmt nicht. Ich bin sicher, dass auch dieses Problem gelöst wird", sagte er Brite.

© Sport-Informations-Dienst, Neuss

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