Rennserie für Elektroautos ab 2014
Innenstädte als Rennstrecken für die Formel E

Der Automobilweltverband und Formel-1-Veranstalter Fia plant ab 2014 eine eigene Serie für elektrisch angetriebene Rennwagen. Die Wettbewerbe dieser Formel E sollen in Innenstädten von Weltmetropolen stattfinden.
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KölnDie Autohersteller halten sich vornehm zurück. BMW, Mercedes, Opel – nach ihren Plänen für eine Beteiligung an der Formel E gefragt, liefern die Konzerne fast identische Antworten: Eine interessante Sache, die aufmerksam beobachtet werde.

Doch man wolle erstmal abwarten, wie sich das Ganze entwickele. Die Vorbereitungen für die globale Rennserie mit elektrisch angetriebenen Rennwagen laufen derweil auf Hochtouren. Ende August kündigte der Automobilweltverband Fia an, dass die neue Formel E im Jahr 2014 starten soll.

Das Zögern der Fahrzeughersteller nehmen die Verantwortlichen der Elektro-Rennserie zumindest offiziell gelassen. Es sei die Reaktion, die man erwartet habe, sagt Alejandro Agag, CEO der Formula E Holdings, die für die Vermarktung verantwortlich ist. Er wisse aber, dass die Konzerne das Projekt genau beobachten. „Die nächste große Show, das nächste große Ding im Sport“ – nicht weniger soll die Formel E laut Agag sein.

Der Schwiegersohn des ehemaligen spanischen Ministerpräsidenten José Aznar, dessen Berater er auch war, hat Erfahrung mit ambitionierten sportlichen Unterfangen – und ist im Motorsport bestens vernetzt. Gemeinsam mit Formel-1-Chefpromotor Bernie Ecclestone und Flavio Briatore, dem nach einer Manipulationsaffäre geschassten Ex-Teamchef des früheren Formel-1-Rennstalls Renault, stieg Agag im Jahr 2007 beim damaligen englischen Fußball-Zweitligisten Queens Park Rangers ein. 2010 gelang dem Traditionsklub der Aufstieg in die erste Liga – inzwischen hat der malaysische Unternehmer Tony Fernandes die Anteile der Motorsport-Manager übernommen.

Nun wartet die nächste Herausforderung. Der Anspruch ist hoch: Das erste „komplett nachhaltige“ Motorsportevent der Welt soll die Formel E sein, kündigt Agag an. Die Boliden sollen Ökostrom tanken, über eine schlanke Logistik und Kompensation von Kohlendioxidemissionen werde die Serie insgesamt klimaneutral unterwegs sein.

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Ziel: Neue Zielgruppen für die Motorsport begeistern

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