Motorsport
Rossi setzt sich zum siebten Mal die WM-Krone auf

Motorrad-Superstar Valentino Rossi hat sich endgültig unsterblich gemacht: Dem Italiener genügte in Malaysia hinter seinem Landsmann Loris Capirossi Rang zwei um sich seinen insgesamt siebten WM-Titel zu sichern.

Den siebten Titel feierte er symbolisch mit sieben Zwergen. Doch Valentino Rossi ist auf dem besten Wege, der größte Motorrad-Fahrer aller Zeiten zu werden. Durch seinen zweiten Platz in Malaysia sicherte sich der italienische Superstar bereits vier Rennen vor Saisonende den erneuten Weltmeistertitel in der Königsklasse Motogp und bewies damit wieder eindrucksvoll seine derzeitige Ausnahmestellung.

"Alle wollten mich schlagen"

"Alle wollten mich schlagen. Aber ich habe es wieder einmal geschafft", sagte der Publikums-Liebling. Nach einem angeblichen 60-Millionen-Euro Angebot von Ferrari für den Einstieg in die Formel 1 ist der dauerhafte Verbleib des "Michael Schumacher des Motorradsports" im Zweirad-Zirkus aber fraglicher denn je.

Rossis Statistiken sind jedenfalls beeindruckend. Sein Titel in diesem Jahr ist der fünfte in Folge. Seit die Motogp 2002 als neue Königsklasse eingeführt wurde, holte der 26-Jährige alle Titel, gewann 40 von 61 Rennen. Nach seinem Landsmann Giacomo Agostini und dem Australier Mick Doohan ist Rossi der dritte Fahrer, der mindestens fünf Titel in der größten Klasse gewann. Mit insgesamt 77 Grand-Prix-Siegen hat er in der ewigen Bestenliste nur noch Agostini (122) und den Spanier Angel Nieto (90) vor sich.

Rossi ein Mann der Show

Zudem ist Rossi ein Mann der Show. In Malaysia posierte er mit einer großen sieben auf dem T-Shirt vor sieben Zwergen mit den Jahres-Zahlen seiner Titel für die Fotografen. Das Publikum in aller Welt liebt den "Dottor". In Italien gab es am frühen Sonntagmorgen überall ausgelassene Feierlichkeiten. Rossis Biographie "Ich, Valentino" steht seit Wochen an der Spitze der italienischen Bestsellerlisten und hat diese inzwischen sogar in seiner Wahlheimat Großbritannien erklommen.

Kein Wunder, dass sich auch die Formel 1 seit Jahren für den Ausnahme-Sportler interessiert. Für die Sporttageszeitung Corriero dello Sport wäre ein Wechsel des Zweiradstars als Nachfolger des siebenmaligen Weltmeisters Schumacher zu Ferrari der ultimative "italienische Traum". Nach Angaben der Gazzetta dello Sport hat Teamchef Jean Todt dem Italiener nach einigen eindrucksvollen Testfahrten nun einen mit 60 Mill. Euro dotierten Vertrag ab 2007 angeboten und will ihm ein eigenes Team zur Verfügung stellen, um den Motorradstar schnellstens auch zu einem perfekten Formel-1-Piloten umzuschulen. "Wir haben keinen exklusiven Vertrag mit Rossi, aber es ist logisch, dass wir ihn gerne bei uns hätten", erklärte Ferrari-Technikchef Ross Brawn.

Andere Klassen im Schatten des Superstars

Die beiden anderen Klassen standen in Malaysia mal wieder im Schatten des unumstrittenen Superstars. Bei den 250ern hat Daniel Pedrosa (Spanien/Honda) nach seinem Ausfall eine Runde vor Schluss nur noch 38 Punkte Vorsprung vor dem siegreichen Casey Stoner (Australien/Aprilia). In der Achtelliterklasse liegt Thomas Lüthi (Honda) aus der Schweiz nach seinem Sieg vor Mika Kallio (KTM) nun acht Punkte vor dem Finnen.

Aus dem deutschen Quintett punkteten die 250er-Fahrer Dirk Heidolf (Hohenstein-Ernstthal/Honda) als Elfter und sein Ortsrivale Steve Jenkner (Aprilia) auf Platz 14. Das deutsche Trio in der Achtelliterklasse fuhr dagegen weit an den Punkterängen vorbei. Sandro Cortese (Erolzheim/Honda) wurde 21., Dario Giuseppetti (Berlin/Aprilia) 23. und Sascha Hommel (Oberreichenbach/Malaguti) belegte unter 31 platzierten Fahrern Rang 30.

Alex Hofmann (Kawasaki) war in der Motogp nicht am Start. Bei seinem Sturz in der Vorwoche in Japan hatte der Bochumer Brüche des Innen- und Außenknöchels, zwei Sehnenrisse sowie einen Bruch diverser Fußwurzelknochen davongetragen. Ihm droht sogar das vorzeitige Saisonende.

© SID

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