Saison 2009
Die wichtigsten Regeländerungen in der Formel 1

Mit der umfassendsten Regelreform in ihrer Geschichte geht die Formel 1 in die Saison 2009. Zwei Absichten standen hinter den zahlreichen Änderungen.

dpa MELBOURNE. Zum einen soll das Überholen erleichtert und mehr Spannung auf der Strecke geboten werden. Zum anderen wollen der Automobil-Weltverband FIA und die Teamvereinigung Fota mit einigen Maßnahmen die in den vergangenen Jahren aus dem Ruder gelaufenen Kosten wieder senken. Angesichts der Weltwirtschaftskrise bekommen diese Beschlüsse noch eine besondere Bedeutung.

Aerodynamik: Der Frontflügel wurde von 140 auf 180 Zentimeter verbreitert. Der Abstand zur Straße von 15 auf 7,5 Zentimeter verringert. Der Heckflügel schrumpfte von 100 auf 75 Zentimeter. Die Höhe wurde auf 90 Zentimeter statt bisher 80 Zentimeter festgelegt.

Motor: Die Drehzahl der Motoren wurde von 19 000 auf 18 000 Umdrehungen pro Minute beschränkt. Pro Saison darf ein Fahrer nur acht Motoren benutzen. Wer mehr braucht, wird in der Startaufstellung um zehn Plätze nach hinten versetzt. Ihm steht es offen, wann er sie einsetzt. Bisher durfte jeder Pilot nur alle zwei Rennen ein neues Aggregat im Auto haben. Die durchschnittliche Laufleistung steigert sich durch die Regel von zwei auf drei Renn-Wochenenden. Kundenteams wie Williams (Toyota), Brawn GP und Force India (Mercedes), Toro Rosso (Ferrari) und Red Bull (Renault) bekommen 20 Motoren für die Hälfte des Preises von 2008.

Getriebe: Ein Getriebe muss vier Renn-Wochenenden halten, sonst droht eine Strafversetzung in der Startaufstellung.

Reifen: Die profillosen Slickreifen ersetzen die Rillenreifen.

Kers (Kinetic Energy Recovery System): Jedem Team steht es frei, den Hybridantrieb einzusetzen. Das Auto muss mit einem Starkstrom-Symbol versehen sein. Beim Bremsen wird Energie gespeichert. Pro Runde darf der Fahrer für 6,666 Sekunden per Knopfdruck zusätzlich 82 PS abrufen. Die Kosten für die Entwicklung lagen bei geschätzten 40 Mill. Euro.

Testfahrten: Während der Saison sind Testfahrten verboten. Ausnahme sind acht Aerodynamik-Tests auf Flugplätzen. Vor der Saison waren 20 Testtage und maximal 15 000 Kilometer erlaubt.

Windkanal: Die Windkanäle der Teams dürfen nur noch 40 Stunden pro Woche betrieben werden.

Arbeitszeiten: Die Fabriken werden für je zwei Wochen im August und im Dezember geschlossen.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%