Motorsport
Sao Paulo: Alonso macht WM-Titel perfekt

Der Formel-1-Weltmeister im Jahre 2005 heißt Fernando Alonso. Beim Großen Preis von Brasilien fuhr der Spanier als Dritter über die Ziellinie und kann somit in der Gesamtwertung nicht mehr vom Rivalen Kimi Räikkönen abgefangen werden. Der Renault-Pilot ist damit der jüngste Formel-1-Champion aller Zeiten.

Alonsos einzig verbliebenem Rivalen Kimi Räikkönen (Finnland) half auch ein zweiter Platz in Sao Paulo nicht mehr, um das silberne Wunder doch noch zu schaffen. Seinen dritten Saisonerfolg sicherte sich Räikkönens Teamkollege Juan Pablo Montoya (Kolumbien) - es war der erste Doppelsieg für Mclaren-Mercedes in dieser Saison. Aber bei zwei noch ausstehenden Rennen führt Alonso die Gesamtwertung mit 23 Punkten Vorsprung uneinholbar vor Räikkönen (117:94) an.

Gutes Rennen von Schumacher

Der entthronte Weltmeister Michael Schumacher landete in seinem Ferrari auf dem vierten Platz. Bruder Ralf kam im Toyota als Achter ins Ziel und verbuchte damit noch einen WM-Punkt. Alonso löste mit dem Alter von 24 Jahren, einem Monat und 27 Tagen Emerson Fittipaldi (Brasilien) als jüngsten Champion der Historie (24 Jahre/8 Monate/29 Tage) ab.

"Das war ein hartes Stück Arbeit, ich fühle mich nun unendlich erleichtert. Fernando hat diesen Titel verdient, er war einfach der Beste", meinte Renault-Teamchef Flavio Briatore, der später bei der Siegerehrung ein paar Freudentränen verdrückte. Als fairer Verlierer zeigte sich Mercedes-Sportchef Norbert Haug, der erster Gratulant bei Briatore war: "Fernando hat die WM verdient gewonnen, er war insgesamt zuverlässiger als wir. Wir haben zu Saisonbeginn viele Punkte nicht gemacht, das hängt uns heute nach."

Debakel für BMW-Williams

Einen Tag zum Vergessen erlebte das BMW-Williams-Team. Für den Heidfeld-Ersatz Antonio Pizzonia war das "Heimspiel" nach nur sechs Sekunden nach einer Startkollision beendet. Sein Teamkollege Mark Webber, der ebenfalls in diesen Crash verwickelt war, musste kurz darauf sein beschädigtes Auto an der Box abstellen. Nach schier endloser Reparatur nahm der Australier das Rennen mit 25 Runden Rückstand wieder auf - und kam schließlich als Letzter ins Ziel.

Ob Heidfeld die letzten beiden Rennen in Suzuka (9. Oktober) und Schanghai (16. Oktober) fahren kann, ist derzeit noch ungewiss. Der Mönchengladbacher war beim Fahrradtraining in seiner Schweizer Wahl-Heimat mit einem Motorradfahrer kollidiert und hatte dabei einen Riss des Schulterblattes sowie Prellungen und Stauchungen erlitten.

© SID

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