Motorsport
Schneider hängt die Titelaspiranten im Training ab

Im Training zum letzten DTM-Rennen fuhren die Titelkandidaten Gary Paffett und Mattias Ekström nur auf die Ränge zehn und elf. Die schnellste Runde in Hockenheim absolvierte Mercedes-Pilot Bernd Schneider.

Vor dem Finale der Deutschen Tourenwagen Masters (DTM) wird bei Mercedes und Audi fleißig gepokert. Die beiden Titelrivalen Gary Paffett (Großbritannien) und Mattias Ekström (Schweden) ließen es im ersten Kräftemessen beim Saisonfinale in Hockenheim sehr langsam angehen. Paffett, dem im Rennen am Sonntag (14.00 Uhr/live in der ARD) bereits ein Punkt zum ersten Titelgewinn reichen würde, belegte im Training in einer AMG-Mercedes C-Klasse in 1:36,084 Minuten nur den zehnten Platz. Titelverteidiger Ekström, der das elfte und letzte Rennen 2005 in jedem Fall gewinnen und dann darauf hoffen muss, dass Rivale Paffett keinen Zähler holt, landete im Abt-Audi A4 in 1:36,177 auf Position elf.

Schnellster war der viermalige Champion Bernd Schneider (St. Ingbert) in einem AMG-Mercedes in 1:35,296 vor Audi-Pilot Martin Tomczyk (Rosenheim/1:35,521). Der Schweizer Marcel Fässler fuhr im Opel Vectra GTS V8 in 1:35,668 auf den dritten Rang. Für Opel ist Hockenheim die Abschiedsvorstellung in der DTM. Die Rüsselsheimer hatten wegen der wirtschaftlichen Probleme bei dem Mutterkonzern General Motors (GM) schon im Oktober 2004 den werksseitigen Rückzug aus der DTM verkündet. Der zweimalige Formel-1-Weltmeister Mika Häkkinen (Finnland) belegte in einem weiteren AMG-Mercedes den 7. Platz (1:36,004).

Mercedes und Audi pokern noch

"Gary will nach vorne und natürlich auch hier gewinnen", sagte Mercedes-Sportchef Norbert Haug: "Wir müssen ja nur die Leistungen wiederholen, die wir bisher in dieser Saison gezeigt haben. Ich bin zuversichtlich, dass uns das auch gelingt." Paffett verspürt keinen besonderen Druck vor dem großen Finale. "Natürlich weiß ich, dass die Konkurrenz alles geben wird, um den Spieß herumzudrehen - aber keine Angst, wir tun das auch", meint der Brite selbstbewusst.

Aber auch bei Audi sieht man keinen Grund zur Sorge: "Wir haben heute konsequent für das Rennen gearbeitet, die Zeiten haben deshalb keine große Aussagekraft. Unsere Karten decken wir erst im Qualifying am Samstag auf", sagte Audi-Sportchef Wolfgang Ullrich und ergänzte: "Die Erkenntnisse, die wir heute im Trockenen und im Nassen gewonnen haben, sind sehr wertvoll für die richtige Abstimmung im Hinblick aufs Rennen."

Paffett bestreitet in Hockenheim sein insgesamt 30. DTM-Rennen (das Einladungsrennen 2004 in Schanghai eingeschlossen). Von seinen bisherigen 29 Rennen gewann der Brite neun, startete sechsmal von der Pole Position und fuhr sechsmal die schnellste Rennrunde. Sein Titelrivale Ekström erzielte im gleichen Zeitraum sieben Siege, sieben Pole Positions und fuhr zweimal die schnellste Rennrunde. Seit dem dem Saisonauftakt 2004, als Paffett erstmals als Werksfahrer startete, verpasste er nur einmal die Punkteränge (Platz 13 in Estoril/Portugal 2004). Einmal wurde er disqualifiziert (nach dem Sieg auf dem Eurospeedway Lausitz 2004).

© SID

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