Motorsport
Schumacher bleibt trotz Tests pessimistisch

Auch die Zusatz-Tests von Mugello und Le Castellet konnten Formel-1-Weltmeister Michael Schumacher nicht milde stimmen. An ein baldiges Ende der Ferrari-Krise möchte der Kerpener zurzeit nicht glauben.

Formel-1-Weltmeister Michael Schumacher sieht die Ferrari-Krise trotz der Zusatz-Tests von Mugello und Le Castellet noch lange nicht beendet. Auch vor dem Heimspiel auf dem Hockenheimring am Sonntag (14.00 Uhr/live bei RTL) zeigt sich der Kerpener weiter ratlos."Letztes Jahr waren wir eine Sekunde schneller als die anderen, jetzt sind wir fast eine Sekunde langsamer als die besten Teams. Das ist nicht unbedingt zu erklären. Ich weiß nicht, woran es liegt", meinte Schumacher, der in der WM-Fahrerwertung bereits 34 Punkte hinter Spitzenreiter Fernando Alonso (Spanien) im Renault-Boliden zurückliegt.

"Es ist schön, dass es bei uns immer Hoffnung gibt."

Selbstzweifel hat der siebenmalige Champion Schumacher aber trotz der misslichen Lage nicht: "Ich mache den Job lange genug, um an mir selbst zweifeln zu müssen." Als Grund für die Durststrecke hat Schumacher "die Kombination vieler Dinge" ausgemacht. Trotzdem will der Kerpener vor dem Rennen am Ring nichts von Resignation wissen und setzt auf das neue Aerodynamik-Paket: "Es ist schön, dass es bei uns immer Hoffnung gibt. Ich hoffe, dass sich das, was wir zuletzt gemacht haben, diesmal auszahlt", erklärte "Schumi".

Indes hat auch Alonso Schumacher bereits abgeschrieben. "Es sieht nicht gut aus für Michael. Es wird schwer für ihn und das Team, in diesem Jahr zurückzukommen, denn sie haben offensichtlich große Probleme", sagte der Renault-Pilot, der mit 77 Punkten vor Mclaren-Mercedes-Pilot Kimi Räikkönen (51) die Fahrerwertung anführt.

Dafür bereitet dem Spanier die Aufholjagd der Silberpfeile mit vier Siegen in den letzten sechs Rennen großes Kopfzerbrechen. Alonso rechnet mit einem Zweikampf bis zum bitteren Ende, räumt Mclaren-Mercedes aber derzeit sogar klare Vorteile ein. "Sie haben derzeit das beste Paket und sind die Besten. Sie sind sehr stark und werden auch hier nur schwer zu schlagen sein", befürchtet Alonso, der derzeit noch einen Vorsprung von 24 Punkten auf den WM-Zweiten Kimi Räikkönen (Finnland) hat.

Haug: "Können uns noch weiter steigern"

Beunruhigt dürfte Alonso sein, weil Mercedes-Sportchef Norbert Haug vor dem Heimspiel am Ring selbstbewusst weitere Sternstunden prophezeite. "Wir können uns noch weiter steigern, weil wir längst noch nicht alle Möglichkeiten genutzt haben", sagte Haug.

Indes hat auch Nick Heidfeld seine Ambitionen auf den WM-Titel in den kommenden Jahren angemeldet. Allerdings steht hinter der Zukunft des 28-Jährigen bei BMW-Williams offenbar ein großes Fragezeichen. "Derzeit ist noch gar nichts entschieden", meinte Heidfeld mit Blick auf die nächste Saison, in der die Münchner nach der Übernahme des Sauber-Teams als eigener Rennstall starten werden.

Zwar hatte BMW zuletzt betont, mit dem Mönchengladbacher weiterarbeiten zu wollen, doch Heidfeld räumte erste Zweifel an seinem Verbleib ein. "Mein Ziel ist der WM-Titel, entsprechend versuche ich, ins stärkste Team zu kommen", sagte "Quick Nick".

© SID

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