Motorsport
Schumacher: "Das Risiko hier ist extrem hoch"

Nach seinem schweren Unfall erhielt Ralf Schumacher für den Großen Preis der USA ein Startverbot. In einem Interview zeigte der Toyota-Pilot aber Verständnis für die Entscheidung von FIA-Arzt Gary Hartstein.

Nach seinem schweren Crash im Training ist der Große Preis der USA für Ralf Schumacher vorzeitig beendet. Über seine Eindrücke vom Unfall und das verkorkste Rennwochenende in Indianapolis sprach der Toyota-Pilot in einem Interview.

Frage: "Warum hat Ihnen FIA-Arzt Gary Hartstein die Starterlaubnis nicht erteilt?"

Ralf Schumacher: "Theoretisch könnte ich wahrscheinlich fahren, aber Gary hat entschieden, dass das Risiko zu groß ist. An diesem Wochenende innerhalb von 24 oder 48 Stunden nochmal einen Unfall zu haben, wäre nicht gerade förderlich für meine Gesundheit."

Frage: "Können Sie die Entscheidung des Arztes verstehen?"

Schumacher: "Ich habe schon noch ein paar kleine Nachwirkungen, die halten sich aber in Grenzen. Das Risiko hier ist einfach extrem hoch. Wir haben definitiv noch Probleme mit den Reifen. Das Risiko, dass sowas wieder passiert, möchte Gary nicht eingehen."

Frage: "Was machen Sie jetzt?"

Schumacher: "Das weiß ich noch nicht. Ich denke, wenn es einen Flug gibt, werde ich nach Hause fliegen."

Frage: "Hatten Sie Kontakt mit Ihrer Frau?"

Schumacher: "Ja. Sie hat es glücklicherweise nicht gesehen, aber ich habe sie gleich danach angerufen."

Frage: "Wie lange dauert es, bis man so einen schweren Unfall ganz verarbeitet hat?"

Schumacher: "Ich glaube, ich bin der Formel-1-Fahrer mit den meisten schweren Unfällen in den vergangenen Jahren. Ich bin bis jetzt immer wieder eingestiegen, und das gerne. Das wird auch so bleiben, bis ich vielleicht irgendwann mal keine Lust mehr habe."

Frage: "Wie haben Sie den Unfall erlebt?"

Schumacher: "Es ist immer sehr unangenehm, wenn ein Reifen platzt oder sich von der Felge löst. Man kann dann nur noch bremsen und warten bis man einschlägt. Aber in diesem Jahr kann ich mich zumindest erinnern."

Frage: "Wann werden Sie wieder im Cockpit sitzen?"

Schumacher: "Beim nächsten Rennen."

© Sport-Informations-Dienst, Neuss

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