Motorsport
Schumacher fühlt mit Pechvogel Räikkönen

Nach seinem zweiten Motorschaden in sieben Tagen herrscht bei Formel-1-Pilot Kimi Räikkönen große Ratlosigkeit. Mercedes-Sportchef Norbert Haug fordert nun mehr Einsatz seiner Mitarbeiter, "um diese Dinge abzustellen".

Formel-1-Pilot Kimi Räikkönen hat nach dem zweiten Motorschaden innerhalb von sieben Tagen einen herben Rückschlag im Duell mit WM-Spitzenreiter Fernando Alonso erlitten. Wie schon in Magny-Cours wurde der 25-Jährige im Mclaren-Mercedes auch in Silverstone den Regeln entsprechend um zehn Startplätze nach hinten strafversetzt.

"An zwei Wochenenden in Folge ein Motorschaden - das ist natürlich zu viel. Wir können uns nur bei Kimi entschuldigen", erklärte Mercedes-Sportchef Norbert Haug und fügte Richtung der eigenen Mitarbeiter hinzu: "Ich bin sicher, dass nun jeder Einzelne hart und präzise arbeitet, um diese Dinge abzustellen."

Defekte Ölpumpe legte den "Silberpfeil" lahm

Diesmal war es eine defekte Ölpumpe, die Räikkönen und seinen "Silberpfeil" im zweiten Training am Samstag nach nur zwei Runden lahm legte. "Wenn dir an jedem Rennwochenende der Motor hochgeht, dann kannst du nicht Weltmeister werden. Das kann man auf Dauer einfach nicht kompensieren", sagte Räikkönen.

Vier Siege hätte der "Schweiger" aus Espoo schon mehr auf dem Konto haben können - 40 Punkte, die in der Endabrechnung fehlen. In Imola streikte die Antriebswelle. Auf dem Nürburgring platzte in der letzten Runde ein Reifen. Beim Sechs-Auto-Rennen von Indianapolis ging er erst gar nicht an den Start. In Magny-Cours musste er nach dem Motorschaden im Training von Position 13 ins Rennen gehen, kämpfte sich nach einem Husarenritt aber auf Rang zwei vor.

Michael Schumacher:"Kimi kann einem wirklich leid tun"

Selbst bei den Rivalen löste die Pleitenserie von Räikkönen Mitgefühl aus. "Kimi kann einem wirklich Leid tun. Dieses Pech ist unglaublich. So etwas zehrt an einem", meinte Weltmeister Michael Schumacher.

Auch Alonso wollte von Schadenfreude nichts wissen. "Ich kann mir vorstellen, wie sich Kimi fühlt. Dieses Pech ist bitter. Dabei sind die Mclaren eigentlich schneller", sagte der Spanier, der im Gegensatz zu Räikkönen in dieser Saison bislang ohne technischen Defekt über die Runden kam.

Nur bei Flavio Briatore war von Mitgefühl nichts zu spüren. "Es läuft doch alles super für uns", sagte der Renault-Teamchef und konnte sich ein Schmunzeln nicht verkneifen.

© SID

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