Motorsport
Schumacher gibt noch lange nicht auf

In Sao Paulo rechnet Schumacher nicht mit einem plötzlichen Leistungshoch seines Teams. Der Kerpener ist sich aber sicher, kommende Saison wieder angreifen und "jetzt erst recht" um die WM mitfahren zu können.

Ferrari-Pilot Michael Schumacher hat in dieser Saison keine Chance mehr auf den WM-Titel und wird ihn vielleicht schon in Sao Paulo an seinen Nachfolger Fernando Alonso abgeben. Mittlerweile ist das nicht mehr überraschend und für den Rennfahrer schon gar kein Grund über einen Rücktritt nachzudenken. Das Ziel des 36-Jährigen steht für 2006 bereits fest: zurück an die Weltspitze und den WM-Titel wieder zurück holen. "Wir dürfen uns von außen keine Hektik hereintragen lassen. Wir müssen langfristiger denken", fordert Schumacher. Das klingt alles andere als nach einem Karriereende im kommenden Jahr, wenn der Vertrag des siebenmaligen Weltmeisters bei Ferrari ausläuft.

Schumacher will "jetzt erst recht"

Auch wenn viele Experten im PS-Zirkus Schumacher den Rücktritt angesichts der neuen, schnellen Generation um Renault-Pilot Alonso und Kimi Räikkönen (Finnland) im Mclaren-Mercedes nahe legen - der Rekordweltmeister sieht nach der verkorksten Saison mit der Scuderia nicht rot, sondern gibt sich weiter kämpferisch: "Ich fühle mich noch immer topfit, und in so einer Phase kann es doch nur heißen: Jetzt erst recht!"

Die Hoffnung von Ferrari-Teamchef Jean Todt auf eine Besserung beim Großen Preis von Brasilien am Sonntag (19.00 Uhr Mesz/live bei Premiere und RTL) teilt Schumacher aber nicht. "Ich bin Realist, so einfach ist das. Ich wüsste nicht, warum sich unsere Situation nun plötzlich stark geändert haben sollte", meint Schumacher, der auf dem Linkskurs von Interlagos sogar von Mclaren-Mercedes-Pilot Juan Pablo Montoya (Kolumbien) von Platz drei der Fahrerwertung verdrängt werden könnte. Todt glaubt hingegen noch in diesem Jahr an ein Comeback der "Roten" in der Spitzengruppe. "Unser Ziel ist es, noch in dieser Saison den Anschluss an Renault und Mclaren-Mercedes zu schaffen", erklärt Schumachers langjähriger Weggefährte und verspricht: "Wir kommen bald wieder."

Ferrari hält an Bridgestone-Reifen fest

Schumacher und Todt setzen vor allem auf die Lösung des Problems mit Reifenhersteller Bridgestone, der in diesem Jahr Konkurrent Michelin deutlich unterlegen war. "Die Zusammenarbeit mit Bridgestone ließ in diesem Jahr mit Sicherheit zu wünschen übrig, aber wir sind guter Dinge, dass sich das wieder deutlich verbessert", sagt Todt. 2006 wird Bridgestone neben Ferrari, Jordan und Minardi auch Williams und zudem möglicherweise Toyota beliefern. Damit würde sich das Verhältnis zwischen den beiden Reifen-Lieferanten von 7:3 zu Gunsten von Michelin auf 5:5 verschieben. Von den neu gewonnen Erkenntnissen könnte dann auch Ferrari profitieren.

© SID

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