Motorsport
Schumacher: "Meine Ehe mit Ferrari kriselt nicht"

Michael Schumacher hat sich zu den Gerüchten um einen Wechsel zu Mercedes geäußert. "Meine Ehe mit Ferrari kriselt nicht. Ich kann mir nicht vorstellen, Ferrari zu verlassen", so der Weltmeister.

Michael Schumacher hat im Zusammenhang mit den Gerüchten über einen Wechsel zu Mclaren-Mercedes am Montag auf seiner Homepage zunächst ein klares Dementi gescheut. "Auf die Gerüchte über einen Weggang von Ferrari möchte ich gar nicht eingehen. Jeder weiß, wie eng Ferrari und ich verbunden sind", meinte der siebenmalige Formel-1-Weltmeister. Später präzisierte Schumacher seine Aussage: "Meine Ehe mit Ferrari kriselt nicht. Ich kann mir nicht vorstellen, Ferrari zu verlassen."

Spekulationen nach Treffen mit Haug

Nach zwei Treffen mit Mercedes-Sportchef Norbert Haug waren Spekulationen aufgekommen, dass der 36-Jährige nach dem Ende seines 2006 auslaufenden Vertrages bei Ferrari zum Team mit dem momentan schnellsten Auto wechseln könnte. Da Ferrari schon lange ein Auge auf den Silberpfeil-Star Kimi Räikkönen (Finnland) geworfen hat, könnte es dann zu einem Tausch mit Schumacher kommen.

Nach seinem Aus beim Premieren-Grand-Prix in der Türkei zeigte sich Schumacher sehr frustriert: "Es ist traurig, aber wahr, dass wir weder im Rennen noch im Qualifying auch nur irgendwie dran waren. Den Aufschwung aus Hockenheim und Ungarn haben wir leider nicht bestätigen können. Im Gegenteil, das war eher ein Rückschritt." Das beste am gesamten Wochenende sei gewesen, dass die Ferrari-Mechaniker seinen Renner nach der Kollision mit dem BMW-Piloten Mark Webber noch einmal flott gekriegt hätten. Deshalb muss der Champion beim Ferrari-Heimrennen in Monza (4. September) nicht als Erster in die Qualifikation gehen. "Das Rennen in Monza ist uns sehr wichtig. Auch wenn wir momentan nicht zu alter Stärke in der Lage sind, wollen wir unseren Tifosi doch das Bestmögliche bieten. Das sind wir uns und ihnen einfach schuldig", meinte Schumacher.

Superstar Schumacher hat bei Ferrari noch einen Vertrag bis Ende 2006, die von den Italienern gewünschte vorzeitige Vertragsverlängerung wurde von Schumachers Manager Willi Weber auf Wunsch seines Schützlings zuletzt allerdings vertagt. Schumacher betont zwar immer wieder, wie wohl er sich in seiner Ferrari-Familie fühlt. Aber ob einige der engsten Bezugspersonen wie zum Beispiel der Technische Direktor Ross Brawn, mit dem Schumacher schon bei seinen ersten beiden WM-Triumphen 1994 und 1995 bei Benetton zusammenarbeitete, der Scuderia über 2006 hinaus treu bleiben werden, ist momentan offen.

Weber schließt Ferrari-Abschied aus

Schumachers Abschied von Ferrari schließt Weber allerdings aus. "Es macht doch überhaupt keinen Sinn, zum jetzigen Zeitpunkt seiner Karriere in ein neues Team zu gehen und dort von vorne anzufangen. Da würde es um Sachen gehen wie neu einleben, familiäre Strukturen aufbauen und anderes", sagte Weber dem Kölner Express: "Michael hat einen Vertrag mit Ferrari bis 2006, und den wird er erfüllen." Trotz der zuletzt schwachen Leistungen der Italiener steht Weber zu Ferrari. "Ferrari ist nach wie vor das beste Team. Und das wird es 2006 auch wieder sein. 2006 wird Ferrari keine Probleme mehr haben, und Michael wird wieder gewinnen. Wir sind da völlig sicher", sagte Weber - was einen Wechsel für 2007 aber nicht ausschließt.

Haug bleibt gelassen

Mercedes-Sportchef Norbert Haug bleibt in der Angelegenheit ganz gelassen und bestätigt sogar, dass er sich mit Schumacher getroffen habe. Dabei hätten die beiden aber nicht "über das kolportierte Gerücht eines Wechsels gesprochen". "Wir unterhalten uns öfter einmal bei einem Kaffee, wenn es mal fünf Minuten Pause gibt. Da reden wir über Skifahren, Kinder oder die Zukunft der Formel 1", meinte Haug am Sonntag in Istanbul.

© SID

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