Motorsport
Schumacher setzt auf das Prinzip Hoffnung

Michael Schumacher ist mit seinem Ferrari derzeit weit vom Glanz vergangener Tage entfernt. Während Mclaren-Mercedes, BMW-Williams und Renault glänzen, muss der Weltmeister hinterherfahren und auf bessere Zeiten hoffen.

Das "Heimspiel" droht für Michael Schumacher zu einem hoffnungslosen Rennen zu werden, während bei den "Silberpfeilen" rosige Zeiten anbrechen. Zudem dürfen sich alle Michelin-Teams über eine endgültige Entwarnung freuen. Der Automobil-Weltverband (FIA) sprach die sieben Rennställe, die nach der Reifen-Affäre beim Rennen in Indianapolis auf einen Start verzichtet hatten, in allen fünf Anklagepunkten von jeglicher Schuld frei. Ausschlaggebend für die FIA-Empfehlung war die Vorlage neuer Beweismittel durch die betroffenen Teams. Damit findet die für den 28. September in Paris angesetzte Verhandlung nicht mehr statt.

Nach einer erneuten Demonstration der Stärke scheint der Sieg beim Großen Preis von Deutschland am Sonntag (14.00 Uhr/live bei Premiere und RTL) in Hockenheim wohl nur über Mclaren-Mercedes zu führen. Dagegen ist der siebenmalige Weltmeister Schumacher trotz seiner Test-Überstunden Lichtjahre von der ersten Pole Position in dieser Saison entfernt. Der Ferrari-Pilot fuhr im freien Training mit mehr als zwei Sekunden Rückstand auf Mclaren-Mercedes-Testpilot Alexander Wurz (Österreich) in 1:16,474 Minuten nur die neuntbeste Zeit und war entsprechend frustriert.

Schumacher hofft nun auf Regen

"Die Hoffnung stirbt zuletzt. Unser Paket ist zwar schneller, aber eben noch schnell genug, um die Spitze zu attackieren", meinte Vorjahressieger Schumacher, der nur noch auf Regen hoffen kann: "Das wäre eine willkommene Abwechslung. Es ist ganz klar, dass wir im Trockenen nicht schnell genug sind."

Allerdings spricht derzeit alles für den vierten Saisonsieg von Kimi Räikkönen (Finnland), der hinter dem Tagesbesten Alexander Wurz (1:13,973) in 1:14,576 Zweiter wurde. "Wir haben sehr gute Arbeit geleistet und eine gute Basis gelegt. Kimi ist unter Rennbedingungen gefahren. Da sagt die Zeit ja schon einiges aus", meinte Mercedes-Sportchef Norbert Haug zufrieden.

Alonso hat Respekt vor dem Silberpfeil

Juan Pablo Montoya (Kolumbien/1:15,772) rundete als Fünfter das gute Ergebnisse des schwäbisch-britischen Rennstalls ab. Der in der WM mit 26 Punkten vor Räikkönen führende Renault-Pilot Fernando Alonso (Spanien/1:15,560) wurde Vierter. Ralf Schumacher (Kerpen/1:16,575) belegte im Toyota Rang 13, Nick Heidfeld (Mönchengladbach/1:16,893) wurde im BMW-Williams 16.

Viel mehr als die Fahrkünste Räikkönens fürchtet Alonso ("Vor Kimi habe ich nicht wirklich Angst") die derzeitige Überlegenheit der "Silberpfeile", die in den vergangenen sechs Rennen viermal gewannen. "Der Mclaren-Mercedes ist derzeit das stärkste Auto", sagte Alonso und glaubt sogar: "Mit diesem Auto könnten sie alle noch ausstehenden Rennen gewinnen."

© SID

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