Schumachers Arzt sieht Fortschritte In drei Jahren Erholung möglich

Hoffnung für alle Sportfans: Michael Schumacher könnte sich innerhalb der kommenden drei Jahre erholen. Der Ex-Formel-1-Fahrer hatte im Dezember 2013 in Frankreich einen Skiunfall. Er wird nun zu Hause therapiert.
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Viel wurde über sein Schicksal spekuliert. Nun spricht Schumachers Arzt über Fortschritte. Quelle: Reuters

Viel wurde über sein Schicksal spekuliert. Nun spricht Schumachers Arzt über Fortschritte.

(Foto: Reuters)

ParisDer bei einem Skiunfall schwer am Kopf verletzte Michael Schumacher könnte sich nach Einschätzung eines französischen Arztes innerhalb der kommenden drei Jahre erholen. Jean-François Payen, der den ehemaligen Formel-1-Weltmeister im Krankenhaus in Grenoble beinahe sechs Monate lang behandelt hatte, sagte dem Radiosender RTL am Donnerstag: „Wir hoffen, aber wir müssen ihm Zeit geben.“ Er prognostizierte eine Genesungszeit von einem bis zu drei Jahren.

Payen sagte, er habe die Familie Schumacher in der Schweiz besucht, um die Fortschritte des Patienten zu verfolgen. Schumacher war Ende Dezember beim Skilaufen im französischen Skigebiet Méribel mit dem Kopf auf einen Stein geprallt und hatte trotz Helms ein schweres Schädel-Hirn-Trauma erlitten. Danach lag er ein halbes Jahr im künstlichen Koma. Im Juni erwachte er aus dem Tiefschlaf und wurde von Grenoble nach Lausanne in die Schweiz verlegt. Am 9. September durfte er nach Hause zurück. Im schweizerischen Gland bei Genf leben Schumachers Frau und seine beiden Kinder.

Die Vernetzung des Gesundheitswesens
Gesundheitskarte
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Die neue Gesundheitskarte: Die Bundesregierung  plant ein E-Health Gesetz. Wichtiger Bestandteil: Die elektronische Gesundheitskarte. Hier können Patientendaten gespeichert werden, etwa Untersuchungsergebnisse und verordnete Medikamente aber auch Impfungen, Allergien oder Vollmachten.

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Alles auf einen Blick: Alle Patientendaten wie Blutbilder und Röntgenaufnahmen liegen zentral vor, das erleichtert die schnelle und richtige Behandlung bei jedem Arzt-, Krankenhaus-, Reha- oder Apothekenbesuch. Teure und zeitaufwändige Doppeluntersuchungen können vermieden werden. Vor allem für Patienten, die von verschiedenen Medizinern behandelt werden, macht die Speicherung ihrer  medizinischen Daten Sinn.

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Sicher muss es sein: Eigentlich sollte die elektronische Gesundheitskarte schon 2006 kommen.  Datenschutzrechtliche Bedenken  gegen die zentrale Speicherung  der Patientendaten waren einer der Gründe für das Scheitern einer Einführung. Umso mehr Wert legen die Verantwortlichen jetzt auf Aufklärung und Transparenz:

Jeder Versicherte entscheidet selbst, welche Daten auf der Karte abrufbar sein sollen und wer sie sich anschauen darf. Auf Wunsch des Patienten können alle gespeicherten Daten wieder gelöscht werden. Nur Personen mit einem medizinischen Berechtigungsausweis haben Zugriff auf die elektronische Gesundheitskarte.

Grippe
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Gefahren früh erkennen: Eine moderne Health-IT erlaubt es, auf auffällige Entwicklungen schnell zu reagieren. Durch ein System, das Krankheitsmeldungen aller Arztpraxen erfasst, lassen sich etwa Grippewellen schneller erkennen und behandeln. Für gehäuft auftretende Nebenwirkungen eines Medikaments gilt das ebenso. Schließlich erleichtert die elektronische Kommunikation die Rückverfolgung von Medizinprodukten. Im Fall der fehlerhaften Brustimplantate hat sich gezeigt, wie wichtig es ist, die betroffenen Patienten schnell identifizieren zu können.

Personen, CRM, Home MonitoringBiotronik Patientenüberwachung
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Aus Flickenteppich mach Gesundheitsnetz: Die digitale Erfassung von Patientendaten in Praxen und Krankenhäusern ist nicht neu. Doch die Dokumente werden bisher nur an einem Ort gespeichert, etwa im Krankenhaus, im Labor, der Apotheke oder der Praxis. Ebenso werden sie meist nur an eine einzelne andere Einrichtung verschickt, etwa vom Fach- zum Hausarzt. Weitere behandelnde Ärzte bleiben außen vor, müssen wiederum die Befunde anfordern. Das kostet Zeit und Geld.  Durch den Aufbau eines zentralen Daten-Portals sowie die Einführung einheitlicher Software und Schnittstellen in Krankenhäusern und Arztpraxen ließe sich der Austausch verbessern. 

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Bei der Gesundheits-IT (noch) kein Weltmeister: Die IT-Infrastruktur ist in Deutschland im medizinischen Bereich noch schwach. Nur sechs Prozent der deutschen Krankenhäuser sind mit anderen Akteuren des Gesundheitssystems in ihrer Umgebung vernetzt. In den skandinavischen Ländern sind hingegen gut 50 Prozent der Klinken miteinander vernetzt. Hier will das E-Health-Gesetz nachbessern und mittelfristig ein effizientes IT-Netz zum sicheren Datenaustausch aufbauen.  

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Ein Wikipedia für Ärzte: Der Aufbau eines zentralen interaktiven Gesundheitsnetzes eröffnet neue Möglichkeiten. Die meisten Patienten gehen zu verschiedenen Fachärzten oder werden in mehreren Abteilungen eines Krankenhauses behandelt. Eine Web- oder Cloud-basierte Plattform hilft den Ärzten, sich optimal abzustimmen. Ärzten und Patienten spart das Zeit, Wege und Kosten.  

Mit Centricity 360 bietet GE eine technische Lösung, durch die alle beteiligten Akteure Patientendaten leicht einsehen, ergänzen und auf den neuesten Stand bringen können: Welche Untersuchung hat der Kollege durchgeführt und wie lautete seine Diagnose? Wie waren die Blutwerte bei der letzten Untersuchung beim Hausarzt? Gegen welche Krankheiten ist der Patient geimpft und welche Allergien hat er?

Schumacher ist der erfolgreichste Rennfahrer in der Geschichte der Formel 1. Siebenmal holte er den Titel der Königsklasse, fünfmal in Folge mit Ferrari und zuvor zweimal mit Benetton. Er gewann 91 Rennen. 2012 zog er sich endgültig aus dem Rennsport zurück.

  • ap
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1 Kommentar zu "Schumachers Arzt sieht Fortschritte: In drei Jahren Erholung möglich"

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  • Ja, die Wiederherstellung nach neurologischen Verletzungen dauert fast ewig. Schlaganfallpatienten geht es genauso. Erfreulich ist allerdings: nach solchen Verletzungen geht es lamgsam bergauf.

    Bei anderen neurologischen Erkrankungen (Alz, MS, P.) geht es nur unterschiedlich bergab.

    Michael Schumacher wird also wieder, nur es dauert. Und man weiß nicht, wieweit er wieder wird.

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