Motorsport
"Schumi": "F1 wird keinen Schaden davontragen"

Michael Schumacher ist nach dem Skandalrennen von Indianapolis sicher, dass "die Formel 1 langfristig keinen Schaden davontragen wird." Allerdings gibt der Kerpener zu, dass man sich "nicht wirklich freuen" braucht.

Nach der "Farce von Indianapolis" analysiert Formel-1-Weltmeister Michael Schumacher die Sachlage in ganz nüchterner Art und Weise. "Ich habe 84 Rennen gewonnen. Wenn da ein Sieg dabei ist, der nicht ganz mit Freude stattgefunden hat, kann ich damit ganz gut leben."

Frage:"Wie sind Ihre Gefühle nach diesem Tag?"

Michael Schumacher:"Natürlich sehr gemischt. Es war sehr seltsam, alle in die Box fahren zu sehen. Es ist schade, für all die Fans, die bis zum Ende hier waren, dass wir nicht unter normalen Umständen um den Sieg kämpfen konnten. Aber es lag nicht in unserer Hand. Es gab nichts, was wir tun konnten. Ich hoffe, dass das jeder versteht."

Frage:"Liegt auf diesem Sieg nicht ein Schatten?"

Schumacher:"Ich habe jetzt 84 Rennen gewonnen. Wenn da ein Sieg dabei ist, der nicht ganz mit Freude stattgefunden hat, kann ich damit ganz gut leben."

Frage:"Was bedeutet der Sieg für die Weltmeisterschaft?"

Schumacher:"Nicht viel. Es waren zehn Punkte für uns, natürlich wichtig für die Meisterschaft. Aber unter den Umständen braucht man sich nicht wirklich zu freuen."

Frage:"Wenn Ihr Reifenhersteller Ihnen gesagt hätte, dass Ihr Reifen nicht mehr als zehn Runden lang hält, wären Sie gefahren?"

Schumacher:"Nein, auf keinen Fall."

Frage:"Denken Sie, dass der heutige Tag das Ende für dieses Rennen in den USA bedeuten könnte?"

Schumacher:"Nein, das glaube ich nicht. Es war ein merkwürdiges, einzigartiges Rennen. Aber nicht das Ende. Wir hatten hier gute Rennen, wir hatten ein schwieriges und wir werden wieder gute haben. Wir müssen das jetzt so hinnehmen und sicherstellen, dass so etwas beim nächsten Mal nicht passiert."

Frage:"Könnte die Formel 1 insgesamt Schaden nehmen?"

Schumacher:"Ich glaube, dass die Formel 1 langfristig keinen Schaden davonträgt. Man muss die gesamte Historie sehen. Da kann auch ein kleiner schwarzer Fleck das Bild nicht trüben."

Frage:"Ferrari hat dem Vorschlag von Michelin nicht zugestimmt, die Steilkurve mit einer Schikane zu entschärfen und damit das Rennen möglich zu machen. Glauben Sie, dass man Ihnen jetzt vielleicht den schwarzen Peter zuschiebt?"

Schumacher:"Man wird sicher versuchen, in dieser Situation von den eigenen Problemen abzulenken. Es ist in der Vergangenheit oft gelungen, uns den schwarzen Peter zuzuschieben. Mal schauen, wie weit es diesmal gelingt oder nicht gelingt. Aber Fakt ist, dass wir nicht verantwortlich sind für die Fehler der Konkurrenz. Ich habe von einem anderen Fahrer gehört, dass es unabhängig von Kurve 13 ohnehin ein Problem gegeben hätte. Mit oder ohne Schikane."

© Sport-Informations-Dienst, Neuss

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