Motorsport
"Schumi" will Tifosi in Monza versöhnen

Nach seinem Flirt mit Mclaren-Mercedes steht für Formel-1-Weltmeister Michael Schumacher vor dem Ferrari-Heimspiel in Monza Wiedergutmachung auf dem Programm. "Schumi" will die Tifosi versöhnen.

Für Michael Schumacher steht das Ferrari-Heimspiel in Monza, das heute mit dem Freien Training beginnt, ganz im Zeichen der Wiedergutmachung. Im ersten Rennen nach dem Ende der "Wechsel-Affäre" will der Rekord-Weltmeister die zuletzt enttäuschten Tifosi wieder mit einem Erfolg versöhnen. Doch auch die derzeitigen Top-Fahrer der Formel 1 haben sich für den Grand Prix in Monza viel vorgenommen..

"Wir kommen mit leeren Händen, sind aber noch mit genauso viel Herz und Engagement dabei wie in den Jahren zuvor. Heißt es nicht auch, erst in schwierigen Zeiten erkennt man den wahren Anhänger?", sagte Schumacher vor dem Großen Preis von Italien (Sonntag/14.00 Uhr/live in Premiere und RTL).

Sehr zur Freude der Ferraristi sind alle Gerüchte über einen angeblichen Wechsel des Weltmeisters zu Mclaren-Mercedes vorerst vom Tisch. Allerdings will Schumacher erst zwischen März und April 2006 über seine Zukunft entscheiden.

Ein Wechsel zur Scuderia und der Tausch mit Schumacher scheint momentan für "Silberpfeil"-Pilot Kimi Räikkönen kein Thema. Vielmehr liebäugelt der Finne nach souveränen Siegen zuletzt in Istanbul und Budapest und trotz eines 24-Punkte-Rückstandes auf WM-Spitzenreiter Fernando Alonso (Spanien) weiter mit dem WM-Titel.

"Iceman" sagt Alonso den Kampf an

"Fahrer- und Konstrukteurs-WM sind noch offen", sagte "Iceman" Räikkönen gewohnt cool und kündigte Renault-Fahrer Alonso für die letzten fünf WM-Läufe einen heißen Tanz an: "Wir können gewinnen, und ich will gewinnen. Dafür kämpfe ich bis zum Schluss."

Für Ex-Formel-1-Pilot Hans-Joachim Stuck hat Räikkönen sogar die bessere Ausgangsposition. "Man ist immer besser der Fuchs als der Hase. Alonso hat bereits gezeigt, dass er Fehler macht." Dem 23-Jährigen würden selbst bei fünf Siegen Räikkönens beispielsweise zwei dritte Plätze und drei vierte Ränge zum ersten WM-Titelgewinn eines Spaniers in der Formel-1-Geschichte reichen.

Ungeachtet dessen bläst auch Mclaren-Geschäftsführer Martin Whitmarsh zur Schlussattacke: "Wir haben nicht aufgegeben. Ich sehe überhaupt keinen Grund, warum wir in den letzten Rennen nicht lauter Doppelsiege einfahren sollten", sagte der Brite - wohlwissend, dass bislang kein Finne in Italien je einen Grand Prix gewonnen hat.

Die markigen Worte untermauerten Räikkönen und sein Teamkollege Juan Pablo Montoya bei Tests auf der Highspeed-Strecke von Monza mit Bestzeiten. Montoya pulverisierte in der vergangenen Woche sogar den Vollgas-Weltrekord und flog im Silberpfeil mit 372,2 km/h über die Start-Ziel-Gerade.

Zuversicht bei den "Silberpfeilen"

Der neue Mclaren-Mercedes ist nicht nur schnell, sondern nach einigen Pannen endlich auch zuverlässiger geworden. "Wir haben bei den Tests 1 200 Kilometer mit einem Motor bei extremster Belastung absolviert", erklärte Mercedes-Sportchef Norbert Haug: "Seit dem fünften Rennen hat keiner mehr Punkte gewonnen als wir."

Von den Psycho-Tricks der Rivalen will sich Alonso, der bislang einen Saisonsieg mehr als Räikkönen (5) auf dem Konto hat, nicht verunsichern lassen. "Solange wir die Rennen beenden, ist alles okay", sagte "Fernando I." betont gelassen. Dagegen kann es für BMW-Williams nach zuletzt fünf Rennen mit nur fünf WM-Punkten eigentlich nur besser werden. "Monza ist die Motorenstrecke schlechthin und für BMW ein besonderer Grand Prix", sagte BMW-Motorsportdirektor Mario Theissen.

© SID

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