Motorsport
"Silberpfeile" freuen sich aufs Formel-1-Heimspiel

Trotz 26 Punkten Rückstand auf Spitzenreiter Fernando Alonso freut sich Mclaren-Mercedes auf das Formel-1-Rennen in Hockenheim. "Das Titelrennen ist immer noch völlig offen", sagte Sportchef Norbert Haug.

Mclaren-Mercedes hat weiter die Formel-1-Weltmeisterschaft im Visier. Auch wenn Shooting-Star Fernando Alonso als WM-Spitzenreiter beim Großen Preis von Deutschland am Sonntag (14 Uhr/live bei Premiere und RTL) in Hockenheim startet - der Weg zum Sieg führt wohl nur über die "Silberpfeile".

Vier Erfolge in den letzten sechs Rennen belegen eindrucksvoll, dass Mclaren-Mercedes das Team der Stunde mit dem schnellsten Auto ist. "Das Titelrennen ist immer noch völlig offen. Wir sind auf dem richtigen Weg, und darüber freuen sich alle in unserem Team", sagte Mercedes-Sportchef Norbert Haug dem Sport-Informations-Dienst (sid). Der Schwabe "droht" den Rivalen mit weiteren Glanztaten: "Wir haben längst noch nicht alle Möglichkeiten genutzt und können uns noch steigern."

Noch führt der spanische Renault-Pilot Alonso mit dem scheinbar beruhigenden Vorsprung von 26 WM-Punkten vor Silberpfeil-Star Kimi Räikkönen. Doch zwei Motorschäden im Training kosteten den Finnen zuletzt eine bessere Startposition und dadurch wahrscheinlich auch jeweils den Sieg. "Der Kampf um die Weltmeisterschaft ist nach wie vor offen. Unser Auto hat einen guten Speed. Ich will alles geben, um in Hockenheim zu gewinnen und den Abstand zu verkürzen", meint Räikkönen.

"Schumi" als Außenseiter zum "Heimrennen"

Der siebenmalige Weltmeister Michael Schumacher kommt dagegen diesmal nur als krasser Außenseiter zum "Heimrennen", auch wenn er in der WM-Wertung nur acht Zähler hinter Räikkönen zurück auf dem dritten Platz liegt. Obwohl in der längsten WM-Saison aller Zeiten noch acht Grand Prix auf dem Programm stehen, glaubt niemand mehr ernsthaft daran, dass der Ferrari-Star noch in den Kampf um die WM-Krone eingreifen kann.

Trotz Hohn und Spott vor allem in Italien zeigt Haug, den mit Schumacher eine enge Freundschaft verbindet, großes Mitgefühl mit dem Rivalen. "Michael hat das Rennfahren bestimmt nicht verlernt, und Ferrari weiß sicher immer noch, wie man schnelle Autos baut", erklärt der Mercedes-Sportchef: "Aber an der misslichen Situation von Michael Schumacher sieht man, wie groß der Konkurrenzkampf in der Formel 1 ist."

Haug: "Das härteste Titelrennen aller Zeiten"

Man müsse Schumacher und Ferrari einfach nur Zeit geben, und er sei davon überzeugt, dass beim Konkurrenten bald ein Aufholprozess stattfinden werde, meint Haug: "Wir kennen diese Situation nur zu genau, denn uns ging es ja schon ähnlich. Hinzu kommt: Es ist das härteste Titelrennen aller Zeiten. Denn wir haben sechs große und renommierte Hersteller mit jeweils zwei Autos. Das heißt: Einer davon könnte eigentlich bestenfalls immer nur Zwöfter werden."

Haug verweist dabei auf die Krise beim Erzrivalen BMW-Williams. "Die arbeiten schließlich mit sehr guten Technikern, Mechanikern und Fahrern zusammen. Trotzdem können die mal zwischendurch einen Hänger haben, wenn die Konkurrenz richtig Gas gibt - und danach sieht es zurzeit aus", erläutert der Mercedes-Sportchef.

© SID

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