Titel in Konstrukteurs-WM in Gefahr
Ausfall von Montoya hat schwerwiegende Folgen

Mit 8 000 Dollar Strafe für seinem Rammstoß gegen Juan Pablo Montoya in Spa ist BMW-Williams-Pilot Antonio Pizzonia noch ganz günstig weggekommen. Für McLaren-Mercedes hingegen könnte sich der Unfall als äußerst kostspielig erweisen. Der Verlust von zehn Punkten gegenüber Renault kostet die Silbernen möglicherweise Platz eins in der Konstrukteurs-WM und damit vielleicht geschätzte drei Mill. Dollar. So groß ist die Differenz beim Preisgeld zwischen Platz eins und zwei in der WM. Bei drei ausstehenden Rennen liegt Mclaren-Mercedes in der Teamwertung sechs Zähler hinter Renault (146:152) auf Rang zwei zurück.

Die Fahrer-WM sei der wichtigere und bekanntere Titel, meinte Mercedes-Sportchef Norbert Haug: "Aber auch die Konstrukteurs-WM ist für das Team wertvoll, mit allen Begleiterscheinungen wie dem Geld oder dem besseren Platz in der Boxengasse." Genau wollte Haug den möglichen finanziellen Verlust nicht beziffern. "Mehr, als wir alle zusammen verdienen", meinte er nur.

Für die Sportkommissare war nach dem Rennen übrigens klar, dass der schon überrundete Brasilianer Pizzonia die Schuld an dem Unfall in der 41. von 44 Runden trug. Die Geldstrafe ist im Vergleich zu den möglichen Konsequenzen für Mclaren-Mercedes aber sehr mild ausgefallen. Pizzonias Ausrede war ebenfalls dürftig. "Montoya hat zu spät gebremst", sagte der Ersatzpilot für den verletzten Mönchengladbacher Nick Heidfeld, der dem Kolumbianer allerdings ins Heck gerauscht war.

© SID

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