Motorsport
Villeneuve sieht großen Imageverlust für Formel 1

Jacques Villeneuve hat sich kritisch zum Skandalrennen in Indianapolis geäußert. Der Kanadier meint, dass Michelins Versprechen, den Fans ihre Tickets zu erstatten, nicht ausreicht, um den Imageschaden zu reparieren.

Der frühere Formel-1-Weltmeister Jacques Villeneuve hat am Donnerstag vor dem Großen Preis von Frankreich in Magny Cours noch einmal kritisch Stellung zum Skandalrennen in Indianapolis bezogen. Der Kanadier stellte in Frage, ob die Ankündigung des Reifenherstellers Michelin, den Fans ihre Tickets von Indy zu erstatten, ausreicht, um den daraus resultierenden Imageschaden zu reparieren.

Villeneuve war einer der 14 Fahrer, die in Indianapolis nach der Einführungsrunde in die Box fuhren, da Michelin keine wettbewerbsfähigen Pneus für den Großen Preis der USA zur Verfügung stellen konnten und die Sicherheit der Fahrer nicht gewährleistet werden konnte.

Der Sauber-Pilot, der vor seinem Einstieg in die Formel 1 in den USA Indy-Car-Champion war, kritisierte den Startverzicht der Michelin-Teams. "Es geht jetzt nicht mehr darum, nächstes Jahr viele Leute zum Rennen in den USA zu holen, sondern um die Rettung der Formel 1 in den USA. Ich bin mir nicht sicher, ob das Schlamassel durch kostenlose Tickets wieder zu bereinigen ist", so der 34-Jährige.

Schumacher teilt Villeneuves Sorgen nicht

"Man kann nicht reparieren, was passiert ist. Der Schaden ist da. Es wird lange dauern, bis das Interesse der Menschen wieder so groß ist, wie es vorher war. Es könnte sehr schmerzhaft sein, erklärte Villeneuve. Weltmeister Michael Schumacher hingegen sieht keine bleibenden Schäden für die Königsklasse des Motorsports. "Wenn man mal die ganze Polemik weglässt, wurde doch viel mehr über die Formel 1 geredet. Und es geht nicht, immer nur positive Schlagzeilen zu machen", so der Kerpener.

Während die Organisatoren des Indianapolis Motor Speedway weiterhin noch darüber debattieren, ob der Grand Prix im nächsten Jahr überhaupt noch einmal stattfindet lässt "Schumi" keine Zweifel an ein Comeback der Formel 1 in Indianapolis. "Ich denke, dass die Formel 1 im Jahr 2006 in die USA zurückkehren wird. Es gibt keinen Grund, nicht zurück zu kommen und den Menschen eine gute Show zu bieten. Durch das ganze Gerede werden wohl nächste Saison noch mehr Fans zum Rennen kommen", meinte der Rekord-Weltmeister.

© SID

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