Motorsport
Weder Wechsel- noch Abschiedsstimmung bei "Schumi"

Michael Schumacher kann sich nicht vorstellen, für ein anderes Formel-1-Team als Ferrari an den Start zu gehen. "Ich verstehe einfach nicht, warum ich das so oft wiederholen muss", so der siebenmalige Weltmeister.

Michael Schumacher schwört Ferrari nach den Wechselgerüchten der letzten Tage die Treue. "Ich bin sehr froh, ein Ferrari-Pilot zu sein. Ich habe auch keine Absicht, die Formel 1 zu verlassen. Ich hoffe, so lang wie möglich in diesem Team zu bleiben. Ich verstehe einfach nicht, warum ich das so oft wiederholen muss", sagte Schumacher im Interview mit der römische Tageszeitung "La Repubblica". Damit erteilte der siebenmalige Weltmeister den Gerüchten über einen angeblichen Wechsel zu Mclaren-Mercedes ab der Saison 2007 eine Absage.

Schumacher betonte, dass er davon ausgehe, dass seine Karriere nicht weitere zehn Jahre dauern werde. Doch für den 36-Jährigen steht fest, dass er für kein anderes Team mehr fahren wird: "Ich kann mir nur vorstellen, am Steuer eines Ferrari zu sitzen."

Treffen mit Haug

Er bestätigte, dass er in Istanbul Mercedes-Sportchef Norbert Haug getroffen habe. "Haug ist ein Freund, ich treffe ihn nicht zum ersten Mal", sagte Schumacher, der beinahe eine Verschwörung hinter den ständigen Gerüchten vermutet: "Ich weiß nicht, ob Mercedes mit diesen Dingen Ferrari stören will. Diese Strategie wird aber nie erfolgreich sein."

Auf die Frage, warum er nicht schon seinen im Dezember 2006 auslaufenden Vertrag mit Ferrari verlängert habe, antwortete der Starpilot: "Ich habe noch nicht beschlossen, was ich nach 2006 tun werde. Jetzt kann ich nur sagen, dass ich mir nicht das Datum meines letzten Großen Preises vorstellen kann, weil mir Rennfahren noch so viel Spaß macht."

Pleiten, Pech und Pannen wie in dieser Saison würden allerdings seine Entscheidung nicht beeinflussen, betonte Schumacher: "Im Leben kann man nicht immer gewinnen, dieses Jahr haben wir viel gelitten. Doch einige Niederlagen genügen da nicht, damit ich meine Meinung über Ferrari ändere."

Mit keinem Teamkollegen Probleme

Auf die Frage, ob er es nicht bereut habe, dass er seinen Helm nicht Ende der vergangenen Saison an den Nagel gehängt hat, meinte Schumacher: "Ende 2001 hatte mir mein Bruder Ralf gesagt: Du hast einen Haufen Geld verdient und vier WM-Titel gewonnen, warum hörst du nicht auf? Wenn ich auf ihn gehört hätte, hätte ich nicht die Freude erlebt, weitere drei Titel zu erobern."

Den Finnen Kimi Räikkönen irgendwann als Teampartner zu haben, wäre für Schumacher kein Problem. "Ich habe mit keinem Teampartner Probleme gehabt, und ich habe in meinem Leben nie einen Kollegen selbst ausgewählt", sagte der Superstar.

Das gelte auch für einen eventuellen Wechsel des italienischen Motorrad-Superstars Valentino Rossi zu Ferrari. "Rossis Einstieg in die Formel 1 ist eine sehr vage Aussicht, und ich will nicht auf hypothetische Fragen antworten. Und wenn ich sage, dass ich mit niemandem Probleme habe, dann betrifft dies auch Rossi. Es wäre interessant zu sehen, wie er sich in der Formel 1 machen würde."

© SID

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