Wilde Wechselgerüchte
Formel 1 wird zum Basar der Absurditäten

In der Formel 1 hat wieder die Zeit der Wechselgerüchte begonnen. Drei Weltmeister stehen im Zentrum der Spekulation. Es geht um Millionen – und viel heiße Luft. Die Rennszene dürstet nach Sensationen.
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BudapestAuf dem hochsommerlichen Hungaro-Ring sorgen vier Ventilatoren am Eingang des Fahrerlagers für Abkühlung. Wind machen - das ist in der Formel 1 ein wichtiger Teil der Geschäftsgrundlage. Zuverlässig wie jedes Jahr laufen in der Sommerhitze die Wechsel-Spekulationen um die Stars der Branche heiß. Sebastian Vettel zu Mercedes? Oder zu McLaren? Oder kaufen die Briten doch für zig Millionen Fernando Alonso aus seinem Rentenvertrag bei Ferrari? Und was macht Lewis Hamilton? Die Gerüchte flirren, die Experten nennen das „silly season“ - die Zeit der Absurditäten.

Mangels sportlicher Neuigkeiten in der seit Jahresbeginn von Mercedes dominierten Rennserie dürstet die Szene umso mehr nach Sensationen vom Fahrermarkt. So muss sich Titelverteidiger Vettel in den Tagen von Budapest immer wieder fragen lassen, was er denn nun vom angeblichen Interesse des Stuttgarter Autobauers hält. Vettel grinst dann süffisant, wie es seine Art ist, und sagt: „Keine Ahnung, aus welchen Quellen das kommt - aber die scheinen zu schwanken.“

Der 27-Jährige kennt die Aufgeregtheiten. Mal ist sein Wechsel zu Ferrari schon beschlossene Sache, dann klopft McLaren mit einem prall gefüllten Geldkoffer an. Letzteres hat Red-Bull-Motorsportberater Helmut Marko der „Sport Bild“ gerade erzählt. Wahrheit oder Taktik, um ein wenig von den eigenen sportlichen Problemen abzulenken und Unruhe bei der Konkurrenz zu stiften? Wer weiß das schon so genau. Vettel selbst sagt einfach nur: „Ich bin sehr zufrieden bei meinem jetzigen Team. Im Moment stellt sich die Frage nicht.“

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