Zwei neue Gesichter vor Saisonstart
Mercedes verpflichtet zwei neue DTM-Fahrer

Sechs Wochen vor dem Saisonstart der Deutschen Tourenwagen-Meisterschaft (DTM) überrascht Mercedes mit einem spektakulären Vertrags-Doppelschlag. Die Stuttgarter, bei denen schon Publikumsliebling Mika Häkkinen unter Vertrag steht, verpflichteten die Schottin Susie Stoddart und den Österreicher Mathias Lauda, Sohn des dreimaligen Formel-1-Weltmeisters Niki Lauda. Audi verkündete am Nachmittag Vertragsverlängerungen von Christian Abt und Frank Stippler sowie den Einstieg der Teams Rosberg und Phoenix.

"Bereicherung für die DTM"

"Mathias Lauda ist ein feiner Kerl, der spät mit der Rennerei startete und bisher noch vergleichsweise wenig Erfahrung sammeln konnte", sagt Mercedes-Sportchef Norbert Haug. Die DTM und ihre Umgebung würden ihm helfen, sich weiter zu steigern: "Susie und Mathias sind eine Bereicherung für die DTM."

Auch wenn in Mercedes-Benz und Audi nur noch zwei Hersteller werksseitig engagiert sind, präsentiert die DTM den Zuschauern 2006 vielleicht eines der attraktivsten Starterfelder ihrer Geschichte. Dritter Star im DTM-Silberpfeil ist der viermalige Meister Bernd Schneider (St. Ingbert). Audi hat ebenfalls eine Frau geholt: die Belgierin Vanina Ickx, Tochter des ehemaligen Formel-1-Rennfahrers und sechsmaligen Le-Mans-Gewinners Jacky Ickx. Zudem stehen die Ingolstädter kurz vor der Verpflichtung von Ex-Formel-1-Pilot Heinz-Harald Frentzen (Mönchengladbach).

Damit haben die Ingolstädter ihr Fahrerteam fast komplett. Acht von zehn Cockpits sind vergeben. Im Werksteam Abt Sportsline stehen 2006er-Autos für Vize-Meister Mattias Ekström (Schweden), Le-Mans-König Tom Kristensen (Dänemark) und Martin Tomczyk (Rosenheim) parat. Das frühere Opel-Team Phoenix wird 05er-Autos für Pierre Kaffer (Burgbrohl) und Christian Abt (Kempten) einsetzen, die ehemalige Mercedes-Truppe von Ex-Formel-1-Weltmeister Keke Rosberg ebenfalls Jahreswagen für Timo Scheider (Altach) und Frank Stippler (Bad Münstereifel). Vanina Ickx fährt eines von zwei 04er-Autos des Kolles-Teams.

Niki Lauda stolz auf den Filius

Stolz auf seinen Sohn ist Niki Lauda, der die DTM seit Jahren mit großem Interesse verfolgt und selbst schon öfter ein DTM-Auto fuhr, zuletzt 2003 auf dem A1-Ring in Österreich: "Ich freue mich sehr, dass Mathias diese Chance erhält. Er hat sich keine leichte Aufgabe gestellt, im hochkarätigen DTM-Starterfeld zu bestehen."

Mathias Lauda wurde in Salzburg geboren, seinen Wohnsitz hat er nach Barcelona verlegt. Der 25-Jährige fährt bei seiner DTM-Premiere für das Team von Ingmar Persson. Lauda junior ist ein Spätstarter in Sachen Motorsport; erst vor vier Jahren begann der Österreicher in der Formel Nissan. 2004 fuhr er in der Formel-3 000-Meisterschaft sowie der Euro-3 000-Serie. Im vergangenen Jahr startete er in der GP2-Meisterschaft, die im Formel-1-Rahmenprogramm ausgetragen wird.

Susie Stoddart, die in Oban in Schottland unweit von Glasgow geboren wurde, geht für das Berliner Team Mücke Motorsport an den Start. Ihre Motorsportlaufbahn begann die 23-Jährige, die jetzt in Northampton lebt, 1996 im Kartsport. 2004 wurde sie Fünfte in der Britischen Formel-Renault-Meisterschaft. Im Jahr darauf wechselte sie in die Britische Formel-3-Meisterschaft, kam jedoch in Folge einer Verletzung nur in zwei Rennen zum Einsatz.

"Großartig, dass ich diese Chance erhalten habe. Die Einladung zu meinem ersten DTM-Test in Barcelona kam ganz überraschend. Ich wollte dort unbedingt einen guten Eindruck hinterlassen", erzählt Susie Stoddart, die die DTM nach eigener Aussage bestens aus dem Fernsehen kennt. Besonders Mika Häkkinens Sieg in Spa habe sie im vergangenen Jahr beeindruckt: "Klar ist natürlich, dass ich viel lernen muss und dass dies eher von hinten im Feld als von vorne stattfinden wird."

© SID

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