Deutsche Olympioniken
Goldene Tupfer zum Olympia-Abschluss

Gold im Hockey, Gold im Beachvolleyball, leider nichts im Modernen Fünfkampf: Zum Abschluss der Olympischen Wettkämpfe glitzerte das deutsche Team zwar noch einmal, der große Glanz jedoch war anderen vorbehalten.
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LondonDie Hockey-Herren haben für das deutsche Olympia-Team in London den goldenen Schlusspunkt gesetzt. Mit dem 2:1-Finaltriumph über die Niederlande machte die Mannschaft den insgesamt vierten Olympiasieg nach 1972, 1992 und 2008 perfekt. Mountainbikerin Sabine Spitz holte am letzten Wochenende der Spiele Silber und komplettierte nach Bronze 2004 in Athen und Gold 2008 in Peking ihre olympische Medaillensammlung.

Mit elfmal Gold, 19 Mal Silber und 14 Mal Bronze schloss das deutsche Team die Länderwertung nach 302 Entscheidungen als Sechster ab. Insgesamt sammelten die Sportler in der britischen Hauptstadt 44 Medaillen und damit drei mehr als vor vier Jahren.

Für Peking-Olympiasiegerin Lena Schöneborn erfüllte sich im Modernen Fünfkampf die Hoffnung auf erneutes Edelmetall nicht. Die Berlinerin belegte am Sonntag im letzten Wettbewerb der Spiele den 15. Platz. Für Manuel Fumic waren die Medaillen im Mountainbikerennen der Männer auf Rang sieben außer Reichweite.

Das US-Team hat China wieder als Nummer eins der olympischen Länderwertung abgelöst. Die Amerikaner lagen mit 45 Gold-, 29 Silber- und 29 Bronzemedaillen deutlich vor den Sportlern aus dem Reich der Mitte (38-27-22). China hatte 2008 in Peking 51 Olympiasiege gefeiert. Großbritannien sicherte sich Rang drei im Medaillenspiegel. IOC-Präsident Jacques Rogge stellte den London-Spielen schon vor der Schlussfeier ein hervorragendes Zeugnis aus: „Ich bin ein glücklicher und dankbarer Mann. Es waren absolut fabelhafte Spiele.“

Als Schlussläufer der jamaikanischen 4 x 100-Meter-Staffel hatte Supersprinter Usain Bolt am Samstagabend den goldenen Hattrick perfekt gemacht. Der jetzt sechsfache Olympiasieger und seine Kollegen ließen das US-Quartett im Finale klar hinter sich und sorgten in 36,84 Sekunden für den vierten Leichtathletik-Weltrekord der Spiele. Den dritten hatte zuvor die russische Geherin Jelena Laschmanowa über 20 Kilometer aufgestellt.

Der Brite Mo Farah schaffte das goldene Olympia-Double über die Langstrecken. Als siebter Läufer gewann er bei Olympia nach dem Rennen über 10 000 Meter auch über 5000 Meter. Überraschungs-Gold im Speerwurf ging an Keshorn Walcott aus Trinidad und Tobago. In der 4 x 400 Meter-Staffel holten die Amerikanerinnen in der drittschnellsten je gelaufenen Zeit den Sieg. Das übrige Gold ging durch Marija Sawinowa über 800 Meter und Hochspringerin Anna Tschitscherowa an russische Athletinnen. Im Marathon siegte Stephen Kiprotich, der Uganda das erste Olympia-Gold seit 40 Jahren bescherte.

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