Deutsches Olympia-Team
Silber für Schwarzkopf, nichts für die Schwimmer

Nach einem Hin und Her darf sich Lilli Schwarzkopf über Silber im Siebenkampf freuen. Ansonsten lief für die deutschen Sportler nicht viel zusammen. Die Schwimmer fahren ohne eine einzige Medaille nach Hause.
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LondonErst irrtümlicherweise disqualifiziert, dann doch noch mit Silber dekoriert: In einem verrückten Siebenkampf hat Lilli Schwarzkopf die deutsche Olympia-Mannschaft in London vor einem medaillenlosen Samstag bewahrt. Die 28-Jährige war zunächst zu Unrecht ausgeschlossen worden, freute sich dann aber umso mehr über Platz zwei hinter der überragenden Britin Jessica Ennis.

Ansonsten war der achte Wettkampftag nicht der Tag der Deutschen. Noch am nächsten dran an einer Medaille war Britta Steffen, der vier Jahre nach ihrem Olympiasieg in Peking über 50 Meter Freistil als Vierte ganze sieben Hundertstel zu Bronze fehlten. Fünfte Plätze gab es für Weitspringer Sebastian Bayer und Diskuswerferin Nadine Müller.

Zur schnellsten Frau der Welt krönte sich über 100 Meter Shelley-Ann Fraser-Pryce aus Jamaika in 10,75 Sekunden. Leichtathletik-Gold für das britische Team gewannen außer Ennis noch Greg Rutherford im Weitsprung und 10 000 Meter-Läufer Mo Farah. Der Sieg im Diskuswerfen ging an Sandra Perkovic aus Kroatien, der Chinese Chen Ding siegte im 20 Kilometer Gehen. Am Mittag war Supersprinter Usain Bolt bei seinem Einstand über 100 Meter in 10,09 Sekunden locker ins Halbfinale gejoggt. Hoffnungen weckten die deutschen Stabhochspringerinnen, die zu dritt ins Finale einzogen.

Michael Phelps krönte seine Karriere mit dem Gewinn seiner 18. Goldmedaille. Der US-Superstar holte mit der Lagenstaffel zugleich seine 22. Medaille. Das deutsche Quartett landete im Finale auf Rang sechs. Gold holte zum Abschluss der Schwimm-Wettbewerbe auch die Frauen-Staffel der USA mit Missy Franklin, die wie Phelps ihren vierten Sieg in London holte. Der Chinese Sun Yang über 1500 Freistil und Ranomi Kromowidjojo aus den Niederlanden im Freistil-Sprint sicherten sich die weiteren Goldmedaillen. Im Tennis triumphierte Serena Williams aus den USA. Im Velodrom holten die Gastgeber in der Mannschaftsverfolgung der Frauen über 3000 Meter erneut Gold.

Nach 138 von 302 Entscheidungen behauptete das US-Team im Medaillenspiegel mit 26 Gold-, 13 Silber- und 15 Bronzemedaillen seinen knappen Vorsprung vor China (25-16-12). Rang drei festigten die Briten mit 14 Mal Gold, siebenmal Silber und achtmal Bronze. Die deutsche Mannschaft (5-10-6) rangiert weiter an Position sechs.

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