Deutschland-Achter
Die Super-Super-Favoriten

Die Erwartungshaltung ist riesig, der Ruf fast noch größer: Heute rudert der Deutschland-Achter als vermeintlich sichere Bank um Gold. Der aktuelle Medienhype ist für den hohen Favoriten aber noch ungewohnt.
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EtonÜber Silber oder Bronze redet niemand. Im Finale am Mittwoch (13.30 Uhr) auf dem Dorney Lake von Eton haben die bärenstarken Seriensieger aus dem Deutschland-Achter nur ein Ziel. Die im gesamten Olympia-Zyklus seit Peking ungeschlagene Ruder-Crew um Schlagmann Kristof Wilke (Radolfzell) nimmt das erste Gold seit 1988 ins Visier. Anders als seine seit Tagen schweigsamen Schützlinge sprach Trainer Ralf Holtmeyer aus, was alle denken: „Wir sind kurz davor und wollen das Ding bei den Hörnern packen.“

Das DRV-Paradeboot schickt sich an, den mit dem letzten Platz von Peking 2008 verloren gegangenen Ruf als nationales Erfolgssymbol zurückzugewinnen. Nicht zuletzt aufgrund der bisher dürftigen Medaillenausbeute der gesamten deutschen Olympiamannschaft steht der Achter mehr denn je im Rampenlicht. „Langsam steigt die Anspannung. Aber die werden wir im Rennen brauchen, wenn wir gewinnen wollen“, sagte Steuermann Martin Sauer (Berlin).

Angesichts des für Ruderer ungewohnten Medienhypes mieden seine Mitstreiter zuletzt Kontakte mit der Öffentlichkeit. Nichts soll die Konzentration auf den großen Showdown stören. „Bisher waren wir die Super-Favoriten, jetzt sind wir die Super-Super-Favoriten. Das wollen die Jungs nicht hören“, kommentierte Holtmeyer die Entscheidung der Ruderer. Mit der großen Erwartungshaltung können sie nach seiner Einschätzung gut umgehen: „Wie viele Millionen Zuschauer am Mittwoch vor den Fernsehern sitzen, ist für uns vielleicht nachher wichtig - aber ganz bestimmt nicht vorher.“

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Die Super-Super-Favoriten

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Windlotterie in Eton

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