Olympia-Abschlussfeier
ARD-Kommentatoren verstummen nach Shitstorm

Der hohe Redeanteil der ARD-Kommentatoren bei der Olympia-Abschlussfeier hat offenbar viele Zuschauer genervt: Im Netz brach deswegen ein Shitstorm los. Dann aber wurde es plötzlich ganz still - im Fernsehen.
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LondonNoch vor ein paar Jahren konnten Fernsehmacher einfach senden, und viele Zuschauer konnten zwar wütend die Fernbedienung auf den Apparat schleudern, doch im Grund ging die Kommunikation nur in eine Richtung, von Sender zu Empfänger  – abgesehen von dem einen oder anderen Leserbrief. Doch mit den sozialen Medien wie Facebook, Twitter oder auch den Kommentarbereichen der Websites bekommen Redaktionen nun Kritik in Echtzeit. Das bekam auch die ARD zu spüren.

Während der Live-Übertragung der Olympia-Abschlussfeier am Sonntagabend brach ein Shitstorm auf der Facebook-Seite des öffentlich-rechtlichen Senders los. Doch anstatt diesen zu ignorieren, ging die Redaktion darauf ein, versprach Besserung – und dann schien es sogar so, als ob die Kritik aus dem Netz direkt das Fernsehprogramm beeinflusst hat.

Was die Benutzer kritisierten? Das „Endlos-Gelaber“ der Kommentatoren – so zumindest beschreibt es TV-Komiker und Kritiker Oliver Kalkofe, der sich auf seiner Facebook-Fanpage überdeutlich mit der ARD-Übertragung auseinandersetzte.

Denn der Sender hatte nicht nur ein oder zwei, sondern gleich drei Moderatoren engagiert. Und die zeigten sich während der gesamten Veranstaltung überaus präsent: Tom Bartels, Rolf Seelmann-Eggebert und Franziska von Almsick redeten selbst dann, wenn die Musiker auf der Bühne sangen. Auf der Facebook-Seite der ARD hagelte es daraufhin Kritik der Nutzer, teils recht heftig, teils beleidigend.

Einige der harmloseren der über 500 Beiträge: Indio Black: „Kann das deutsche Kommentatoren-Team nicht einmal bei der Abschlussfeier - besonders bei der Musik - die Klappe halten?“  - Thomas Schürmann: „Waere schoen, wenn bartels/almsick mehr schweigen als reden wuerden“  - Carolin Bischop: „Können die bitte mal aufhören zu reden!!!!!!!!!!!“

Seite 1:

ARD-Kommentatoren verstummen nach Shitstorm

Seite 2:

„Es war sehr laut. Wir mussten gar nicht viel sagen.“

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  • Zwar zahle ich brav GEZ, aber wenn möglich meide ich bei großen Sportveranstaltungen die öffentlich Rechtlichen. Da helfen auch keine "Experten" und zusätzliche Kameras. Wenn ich mal von Eurosport auf die öffentlich Rechtlichen schaltete (wegen Werbung-irgendwo muss die Kohle ja herkommen) war entweder ein Beitrag über enttäuschte Deutsche Sportler, Porträts oder ganz lustig: Bei der LA war Eurosport zumeist ne halbe Minute schneller (daher auch kein "live" ins Bild gebettet, oder?). Mal abgesehen davon das die Kommentatoren größtenteils selber lange in der entsprechende Szene aktiv waren oder diese schon sehr lange begleiten, waren die herangezogenen "Experten" hier wirklich welche die noch weiter ins Detail der einzelnen Sportarten gingen. Ohne viel Drumherum. Achja drumherum um den "Hauptkanal" Fernsehen noch bis zu sechs streams anzubieten: echt witzig. HAbe es am dritten Tag aufgegebn: egal welcher Stream von mir angeschaut werden wollte, es ruckelte und hakelte an jeder Ecke. So macht Badminton, Tischtennis und andere schnelle Sportarten echt kein Spass. Wieso hat man in den vorigen Spielen es fertig gebracht die Spartenkanäle einzubinden und jetzt nicht? Darf man etwa nur auf einem Kanal Live-Übertrgaung anbieten? Na dann bleibe ich lieber bei eurosport. Denn die wissen was sie tun. Sorry Poschmann, Simon und co. Mich habt ihr durch eure Kommentarweise schon lange verloren.

  • Die Lösung: Die Zeremonie in voller Länge in der ZDF-Mediathek ansehen. Da ist sie nämlich komplett unkommentiert.

  • Erschreckend für den Zuschauer waren die zumeist niveaulosen,Kommentare der Moderatoren,sowohl bei der Eröffnung als auch beim Abschluss in Momenten als die Bilder für sich sprachen.
    Nicht nur der massive Personaleinsatz von ARD/ZDF plus Co-Moderatoren gegen Honorar verwunderten,sondern auch,dass Anzahl und Qualität in diametralem Gegensatz standen.

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