Sportausrüster
Laufsteg für Weltmarken

Olympische Sommerspiele bescheren, anders als große Fußballturniere, der Sportartikelbranche keine Gewinnsprünge. Und so geht es in London für die namhaften Marken nur ums Image – mit einer deutschen Ausnahme.
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MünchenSporthändler lieben die großen Fußball-Titelkämpfe. „Wenn die Nationalmannschaft eines Landes gewinnt, dann spüren wir das am nächsten Tag sofort in den Läden“, sagt Franz Julen, Chef von Intersport International. Die Fans stürmen die Geschäfte regelrecht und decken sich mit Trikots ihrer Teams ein, wenn diese erfolgreich sind. So hat der weltgrößte Sporthändlerverbund während der vergangenen Europameisterschaft allein vom deutschen Team eine Viertelmillion Leibchen verkauft.

Die Olympischen Spiele, die am Freitag in London beginnen, bringen der Sportbranche hingegen kaum zusätzliche Umsätze. „Da geht es eher darum, die eigene Markenpräsenz zu erhöhen und die Produktkompetenz unter Beweis zu stellen“, meint Franz Koch, der Chef des fränkischen Turnschuhproduzenten Puma.

Der Grund dafür: Wenn die Nationalelf antritt, dann fiebern viele Millionen mit. Für Sportschützen, Kajakfahrer oder Dressurreiter dagegen begeistern sich die Massen eher selten.

Trotzdem will die Industrie das Spektakel nicht ganz abschreiben. „Wir können auf eine positive Langzeitwirkung hoffen“, betont Intersport-Manager Julen. Sein Kalkül: Vielleicht lässt sich der eine oder andere TV-Zuschauer durch die Bilder animieren, einmal selbst wieder zu joggen oder ins Schwimmbad zu gehen. Und dazu braucht er dann eben auch eine neue Sportausrüstung.

Es gibt nur einen Sportkonzern, der von Olympia unmittelbar profitieren wird: Adidas. Das Unternehmen ist offizieller Partner der Londoner Organisatoren und kleidet alle 80.000 Helfer sowie die Funktionäre ein. Damit ist die Marke mit den drei Streifen ständig auf den Bildschirmen zu sehen. Insgesamt stellen die Franken den Freiwilligen 1,5 Millionen Produkte zur Verfügung, von Schuhen bis zu Shirts und Mützen.

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