Doping-Fall Sachenbacher Staatsanwälte untersuchen Wohnung

Die Staatsanwaltschaft hat sich in den Doping-Fall Evi Sachenbacher-Stehle eingeschaltet und Privaträume sowie eine Sportstätte durchsucht. Die Biathletin ist mittlerweile zuhause und hat sich einen Anwalt genommen.
Update: 22.02.2014 - 13:02 Uhr Kommentieren
Leistungssportdirektor Bernhard Schwank, Präsident Alfons Hörmann (beide vom Deutschen Olympischen Sportbund) und der deutsche Chef de Mission, Michael Vesper (v.l.) bestätigen den Ausschluss der Biathletin Evi Sachenbacher-Stehle von den Spielen. Quelle: dpa

Leistungssportdirektor Bernhard Schwank, Präsident Alfons Hörmann (beide vom Deutschen Olympischen Sportbund) und der deutsche Chef de Mission, Michael Vesper (v.l.) bestätigen den Ausschluss der Biathletin Evi Sachenbacher-Stehle von den Spielen.

(Foto: dpa)

Sotschi/MünchenNach der positiven Dopingprobe bei Biathletin Evi Sachenbacher-Stehle während der Olympischen Winterspiele hat die Staatsanwaltschaft München I Ermittlungen gegen unbekannt eingeleitet. Zur Sicherung möglicher Beweismittel durchsuchten Beamte den Bundesstützpunkt der Biathleten in Ruhpolding (Oberbayern) sowie zwei private Gebäude, wie ein Sprecher der Staatsanwaltschaft am Samstag sagte.

In einem der Gebäude seien Nahrungsergänzungsmittel gefunden worden. Es sei noch unklar, ob sie in einem Zusammenhang mit dem Dopingfall Sachenbacher-Stehle stehen. Der Sprecher betonte, dass sich die Ermittlungen nicht gegen die Sportlerin richteten. Ermittelt wird wegen unerlaubten Inverkehrbringens von Arzneimitteln zu Dopingzwecken im Sport. Nähere Angaben machte die Staatsanwaltschaft angesichts der laufenden Ermittlungen nicht.

Der deutsche Chef de Mission, Michael Vesper, bestätigte am Samstag auf der Bilanzpressekonferenz des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) in Sotschi, dass es Durchsuchungen gegeben habe. Die zweimalige Langlauf-Olympiasiegerin wurde in Sotschi positiv auf ein Stimulanzmittel getestet, das in einem Nahrungsergänzungsmittel enthalten gewesen sein soll. „Es ist klar, dass das Umfeld untersucht werden muss, wer das Zeug besorgt hat und mit welchen Kenntnissen“, erklärte Vesper.

Er betonte, dass es sich nicht um ein hochtechnisiertes Doping gehandelt habe. Die positive Dopingprobe nach dem Massenstartrennen am vergangenen Montag sei wohl auf ein kontaminiertes Nahrungsergänzungsmittel zurückzuführen. Vesper erklärte, Sachenbacher-Stehle habe die Mittel von einem Mentaltrainer bezogen, mit dem sie zusammenarbeitet. Der Mentaltrainer ist nicht Teil der deutschen Olympiamannschaft.

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Bernd Steinle, der neue Präsident des Deutschen Skiverbandes (DSV), hat laut Vesper die Substanzen an sich genommen. Sie sollen nun eingehend überprüft werden. "Wir werden uns auch verschlossene Packungen auf dem Markt besorgen, um vergleichen zu können", sagte Vesper.

Sachenbacher-Stehle habe „nicht absichtlich“ dopen wollen, sagte Vesper. Da es sich um eine spezifische Substanz handele, die „nur im Wettkampf, aber nicht im Training verboten ist“, hält es Vesper für möglich, dass Sachenbacher-Stehle nicht die übliche Zweijahressperre erhält, sondern eine geringere Strafe. „So oder so bleibt es aber der klare Fall eines Dopingverstoßes“, sagte DOSB-Präsident Alfons Hörmann. Sachenbacher-Stehle war in A- und B-Probe das Stimulans Methylhexanamin nachgewiesen worden.

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