Dopingfall Sachenbacher: DOSB stellt Strafanzeige gegen unbekannt

Dopingfall Sachenbacher
DOSB stellt Strafanzeige gegen unbekannt

Der Dopingfall Sachenbacher-Stehle wird juristisch aufgearbeitet: Der Deutsche Olympische Sportbund hat Strafanzeige gegen unbekannt gestellt. Den Regularien zufolge handelt es sich um einen formellen Akt.
  • 0

SotschiDer Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) hat nach dem Dopingfall von Evi Sachenbacher-Stehle am Sonntag Strafanzeige gegen unbekannt gestellt. Dies teilte der DOSB am Schlusstag der Olympischen Winterspiele in Sotschi mit. Außerdem werde der DOSB der Münchner Schwerpunktstaatsanwaltschaft alle ihm vorliegenden Informationen zur Verfügung stellen, hieß es in der Mitteilung. „Mit diesem Schritt gehen wir konsequent den in unserem Anti-Doping-Management vorgezeichneten Weg“, sagte Chef de Mission Michael Vesper. Den Regularien zufolge handelt es sich um einen formellen Akt.

Im Anti-Doping-Management heißt es: „Ein Verstoß gegen die Anti-Doping-Bestimmungen, unabhängig ob durch eine/n Athleten/in oder eine/n Athletenbetreuer/in, sieht von Seiten des DOSB den sofortigen Ausschluss aus der Olympiamannschaft, die Rückforderung der Entsendekosten, eine Geldstrafe von bis zu 10.000 Euro und Strafanzeige vor.“

Die 33-jährige Biathletin war bei den Spielen des Dopings mit einem Stimulanzmittel überführt worden. Es soll nach ihren Angaben in einem mit der verbotenen Substanz verunreinigten Nahrungsergänzungsmittel enthalten gewesen sein. Die Münchner Staatsanwaltschaft hat in diesem Fall die Ermittlungen aufgenommen und bereits Hausdurchsuchungen im Bundesstützpunkt der Athletin in Ruhpolding und in zwei privaten Unterkünften durchgeführt.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur
Agentur
sid 
SID Sport-Informations-Dienst GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Dopingfall Sachenbacher: DOSB stellt Strafanzeige gegen unbekannt"

Alle Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%