Eishockey der Frauen: Deutschland ist so gut wie raus

Eishockey der Frauen
Deutschland ist so gut wie raus

Besser gespielt, aber noch lange nicht gut genug: Die deutschen Eishockey-Frauen kamen trotz einer Leistungssteigerung beim 0:4 gegen Schweden unter die Räder – jetzt hilft nur noch ein Wunder.
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SotschiTrotz eines lange couragierten Auftritts müssen die deutschen Eishockey-Frauen den Einzug ins Viertelfinale des Olympia-Turniers abhaken. Im zweiten Vorrundenmatch in Sotschi zeigten die Spielerinnen von Bundestrainer Peter Kathan gegen Schweden vor allem im Angriff eine Leistungssteigerung im Vergleich zur Auftaktniederlage gegen Russland - trotzdem hieß es am Ende 0:4 (0:1, 0:0, 0:3). Emma Nordin nach 60 Sekunden, Cecilia Ostberg (48.), Johanna Olofsson (51.) und Pernilla Winberg (52.) waren vor 4015 Zuschauern in der „Schajba“-Arena die schwedischen Torschützen.

Die weiter punktlose Auswahl des Deutschen Eishockey-Bundes (DEB) musste danach auf eine völlig überraschende Niederlage der Russinnen am Dienstagabend gegen Japan hoffen - nur die hätte den Einzug ins Viertelfinale theoretisch noch möglich gemacht.Coach Kathan stellte trotz der ungenügenden Vorstellung seiner Offensive die Sturmreihen nicht um, erhoffte sich eher eine Trotzreaktion auf das 1:4 zum Turnierbeginn gegen die Russinnen. Die blieb nicht aus, besser als noch im ersten Match suchten die Frauen um Kapitän Susann Götz den Abschluss vor dem Tor. Mutiger und frecher aufzutreten, das hatten sich die deutschen Frauen auch selbst vorgenommen und über weite Strecke umgesetzt. Nur im Abschluss klappte wie schon gegen Russland wieder fast nichts, selbst vier Überzahlphasen ließen die Deutschen ungenutzt.

Der erste Dämpfer kam schon nach einer Minute: Einen Schuss von Emma Eliasson fälschte Nordin direkt vor Jennifer Harss unhaltbar ab. Die Keeperin, die in der Bayernliga der Herren spielt, war planmäßig für Viona Harrer ins Tor rotiert. Gegen das Team um Winberg, das 2006 in Turin olympisches Silber gewonnen hatten, stand Harss wir erwartet häufig im Mittelpunkt. Aber auch die Schlussfrau der Skandinavierinnen Kim Martin Hasson war nicht beschäftigungslos. Nachdem sich die Deutschen langsam ans Tor herangetastet hatten, parierte Hasson in der 34. Minute einen Abpraller von Sophie Kratzer - die größte Möglichkeit bis dahin.

Die deutschen Mädels glaubten nun an ihre Chance. Im Schlussabschnitt verpassten Julia Zorn (43.) und Monika Bittner bei einem Alleingang vor der gegnerischen Torhüterin (45.) den Ausgleich. Als Jacqueline Janzen eine weitere Chance ausließ, fiel im folgenden Konter nach einem Fehler von Zorn das 0:2 und die Vorentscheidung.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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