Olympia in Sotschi: Pechstein fährt Blech ein

Olympia in Sotschi
Pechstein fährt Blech ein

Knapp und undankbar: Für Claudia Pechstein reichte es beim olympischen Eisschnelllauf über 3000 Meter nur zu Rang vier. Die 41-Jährige verpokerte sich dabei bei der Renntaktik. Ihre Paradestrecke folgt allerdings noch.
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SotschiTief nach vorn gebeugt und völlig ausgepumpt fuhr Claudia Pechstein über den Zielstrich: Trotz einer kämpferisch starken Leistung verpasste die 41 Jahre alte Berlinerin am Sonntag in Sotschi vorerst ihre zehnte Olympia-Medaille. Die fünfmalige Eisschnelllauf-Olympiasiegerin belegte über 3000 Meter in 4:05,26 Minuten nur Platz vier. Am Ende fehlte ihr die Kraft. Gold ging an die Niederländerin Ireen Wüst (4:00,34), die damit bereits den dritten Olympiasieg ihrer Karriere feierte. Silber holte Vancouver-Siegerin Martina Sablikova aus Tschechien (4:01,94) vor der Überraschungs-Dritten Olga Graf aus Russland (4:03,47).

„So ist Olympia. Das ist bitter, aber ich hatte von vornherein gesagt, Platz eins bis sechs ist möglich. Schade“, sagte Pechstein, nachdem sie ihr Freund Matthias Große minutenlang trösten musste. Jetzt muss sie auf die 5000 Meter hoffen, um doch noch als älteste Medaillengewinnerin bei Olympischen Winterspielen in einer Einzel-Disziplin in die Historie einzugehen.

Mit einem Lächeln und einer Sonnenbrille auf der Nase hatte Pechstein zuversichtlich die Adler Arena betreten. Immer wieder war sie ihr erstes Olympia-Rennen seit acht Jahren in Gedanken durchgegangen. Auf dieser Distanz wurde sie bei den Salt-Lake-Spielen 2002 Olympiasiegerin und zwei Jahre später Weltmeisterin. Im November gelang ihr in Calgary ihr 30. Weltcupsieg über 3000 Meter. Siebeneinhalb Runden gegen die Uhr.

Ihre schwere Auslosung sei kein Problem, sagte Pechstein vor dem Rennen. „Ich habe für alles einen Plan.“ Im viertletzten Paar musste sie vor Sablikova und Wüst ins Rennen, so dass sich ihrer Haupt-Konkurrentinnen an ihrer Zeit-Vorgabe orientieren konnten. Nach der fünften Runde geriet ihre Taktik ins Wanken. Mit schmerzverzerrtem Gesicht musste sie für ihr hohes Anfangstempo Tribut zollen. Auf der Athleten-Tribüne litt ihr Lebensgefährte Matthias Große mit.

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„Letzter Platz fast schon Erfolg“

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