Olympia 2016

Judoka Laura Vargas Koch gewinnt Bronze

Im Halbfinale kassiert sie eine knappe Niederlage, im Kampf um Bronze ist Laura Vargas Koch dann die Siegerin. Die Berlinerin holt die erste Olympia-Medaille für die deutschen Judokas in Rio.
Laura Vargas Koch hat die Bronzemedaille gewonnen. Quelle: dpa
Judo

Laura Vargas Koch hat die Bronzemedaille gewonnen.

(Foto: dpa)

Rio de JaneiroDie deutsche Judoka Laura Vargas Koch hat bei den Olympischen Spielen die Bronze-Medaille gewonnen. Die 26-Jährige setzte sich am Mittwoch in Rio de Janeiro im entscheidenden Kampf gegen die Spanierin Maria Bernabeu nach 63 Sekunden in der Verlängerung mit einem Waza-ari durch. Es war ihr größter Wurf.

Zuvor hatte Vargas Koch im Halbfinale bis 70 Kilogramm gegen die spätere Olympiasiegerin Haruka Tachimoto verloren und damit die Chance auf Silber oder Gold verpasst. Die Japanerin besiegte im Finale Yuri Alvear aus Kolumbien.

Vargas Koch gewann die erste Medaille für die deutschen Judokas bei den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro. Die EM-Zweite von 2014 und 2015 ist Mathematik-Doktorandin an der Universität in Aachen. 2015 war sie die Nummer eins der Welt, in das Olympia-Turnier war sie als Fünfte der Setzliste gegangen. Im Judo gibt es in jeder Gewichtsklasse zwei Bronze-Medaillen. Die zweite Bronze-Plakette gewann die Britin Sally Conway.

Vargas Koch, die dreimal nationale Meisterin war, ist die erste deutsche Judoka, die in Rio eine Medaille holt. An den ersten vier Wettkampftagen waren alle acht Athleten des Deutschen Judo-Bundes (DJB) in der ersten oder zweiten Runde gescheitert.

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Paul Biedermann bleibt die erhoffte Medaille zum Abschluss seiner Karriere verwehrt. Mit der deutschen Freistil-Staffel über 4 x 200 Meter reicht es nur zu Rang sechs.

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Superstar Michael Phelps (Foto) gewinnt über 200 Meter Schmetterling sein 20. Olympia-Gold und danach das 21. mit der US-Staffel. Ihren dritten Triumph in Rio feiert die Ungarin Katinka Hosszu über 200 Meter Lagen. Die Amerikanerin Katie Ledecky holt sich über 200 Meter Freistil ihr zweites Gold bei diesen Spielen. Die deutschen Medaillenhoffnungen erhalten einen weiteren Dämpfer: Weltmeister Marco Koch erreicht nur mit Ach und Krach das Brustfinale über 200 Meter, Europameisterin Franziska Hentke verpasst das Finale über 200 Meter Schmetterling.

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Für die deutschen Beach-Girls läuft es an der Copacabana. Die Medaillenhoffnungen Laura Ludwig und Kira Walkenhorst stehen nach einem 2:0 gegen die Kanadierinnen Jamie Lynn Broder und Kristina Valjas praktisch schon im Achtelfinale, auf das auch Karla Borger und Britta Büthe hoffen dürfen. Sie feiern beim 2:0 gegen die Niederländerinnen Sophie van Gestel und Jantine van der Vlist ihren Premierensieg bei Olympia.

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Gleich zwei deutsche Damen stehen im Viertelfinale. Angelique Kerber lässt der Australierin Samantha Stosur beim 6:0, 7:5 keine Chance. Laura Siegemund überzeugt mit einem Zweisatzsieg gegen die Belgierin Kirsten Flipkens.

Die 1,73 Meter große Vargas Koch zeigte bei ihren ersten Olympischen Spielen von Anfang an eine starke Leistung. Gegen die Österreicherin Bernadette Graf gelang ihr im Viertelfinale nach gut einer Minute der entscheidende Wurf. Mit einem Soto-makikomi beförderte sie ihre Gegnerin auf die Matte. Die Ippon-Wertung beendete den Kampf sofort, Vargas Koch sprang jubelnd auf und klatschte strahlend in die Hände.

„Sie hat Selbstvertrauen gehabt in den Kämpfen und beide Male gut angegriffen“, lobte Peter Frese, der Präsident des Deutschen Judo-Bundes (DJB). In ihrem ersten Kampf in der Gewichtsklasse bis 70 Kilogramm hatte Vargas Koch gegen Antónia Moreira aus Angola gewonnen. Die Olympia-Neunte von London 2012 war wegen Beinfassens disqualifiziert worden, Vargas Koch zeigte eine gute Leistung.

„So hat sie 2013 auch gekämpft, als sie Vize-Weltmeisterin geworden ist, einfach selbstsicher. Das fehlte ihr vorher und jetzt kommt das wieder, das ist schön“, urteilte Frese. Die Japanerin, gegen die Vargas Koch zuvor noch nie gewinnen konnte, erwies sich dann aber als zu starke Gegnerin. Für die Deutsche blieb nur noch Bronze.

Der zweite deutsche Judoka Marc Odenthal scheiterte dagegen am Mittwoch in seinem ersten Kampf an Favorit Mashu Baker. Gegen den an Nummer eins gesetzten Japaner hielt der 25-Jährige zunächst gut mit, war dann in der entscheidenden Situation aber chancenlos. „Ich habe einfach eine falsche Entscheidung getroffen, habe da an der falschen Ausfahrt gewartet und da hat er mich ziemlich eiskalt erwischt und auch ein bisschen verarscht“, sagte der 25-Jährige.

  • dpa
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