Rio de Janeiro
Russischer Konsul soll Straßenräuber erschossen haben

Das klingt nach einem Hollywood-Film: Als ein Straßenräuber den russischen Vizekonsul in Rio überfallen will, erschießt das Opfer den Angreifer. Das berichtet zumindest die Polizei. Das Konsulat will davon nichts wissen.

Rio de JaneiroDer russische Vizekonsul in Rio de Janeiro hat einem brasilianischen Medienbericht zufolge bei einem Überfallversuch in der Nähe des Olympiaparks einen Mann erschossen. Wie die staatliche Nachrichtenagentur Agência Brasil am Donnerstagabend (Ortszeit) unter Verweis auf Polizeiangaben berichtete, war der Vize-Konsul mit seiner Frau und dem Sohn im Auto im Stadtteil Barra unterwegs, als ein Mann auf einem Motorrad offenbar versuchte, ihn zu überfallen.

Das russische Konsulat wies die Darstellung der Polizei nach Angaben der russischen Nachrichtenagentur Tass zurück und erklärte, dass kein Angestellter in den Vorfall verwickelt gewesen sei.

Der Vorfall fand nach Polizeiangaben in der Nähe des Olympischen Dorfs statt, in dem die Athleten untergebracht sind. Nähere Angaben zu dem angeblichen russischen Vizekonsul machten die Behörden zunächst nicht. Nach Informationen brasilianischer Medien ist der Mann gebürtiger Einwohner von Rio und zudem ein Experte in der Kampfsportart Jiu-Jitsu. Er habe mit seiner Frau und seiner Tochter in einem Auto im Stau festgesteckt, als zwei Männer die Familie ausrauben wollten.

Kriminelle nutzen Staus auf Rios Straßen regelmäßig für Raubüberfälle. Der neuerliche Vorfall machte abermals die angespannte Sicherheitslage in der Stadt kurz vor Eröffnung der Olympischen Spiele deutlich.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur
afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur
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