U21-Auswahl in Rio

DFB steht nach 10:0 gegen Fidschi im Viertelfinale

Die deutsche U-21-Auswahl ist weiter im Medaillenrennen dabei. Die Pflichtaufgabe gegen Fidschi wird souverän gelöst - mit zehn Toren. Das Viertelfinale wird schwieriger, dort wartet nun Portugal.
Fünffacher Torschütze: Nils Petersen Quelle: SID
Rio 2016

Fünffacher Torschütze: Nils Petersen

(Foto: SID)

Belo HorizonteMit einem Kantersieg gegen Fidschi sind die deutschen Nachwuchs-Kicker bei ihrem Olympia-Comeback ins Viertelfinale gestürmt. Dank des klaren 10:0 (6:0)-Erfolges in Belo Horizonte qualifizierte sich die U21-Auswahl von Trainer Horst Hrubesch als Zweiter der Gruppe C für die K.o.-Runde.

Dort wartet am Samstag (18.00 Uhr MESZ) in Brasília mit Portugal allerdings eine hohe Hürde. „Ich sehe ein offenes Spiel. Entweder nehmen wir uns die Portugiesen vor die Brust, oder die Portugiesen nehmen sich uns vor die Brust. Wir sind jetzt auf einem guten Level“, sagte Hrubesch.

Bei der U21-EM im Vorjahr war die deutsche Mannschaft im Halbfinale gegen den späteren Vize-Europameister mit 0:5 untergegangen. „Wir müssen jetzt reisen, das geht natürlich in die Knochen“, sagte Innenverteidiger Niklas Süle über den verpassten Gruppensieg. „Es sind jetzt noch acht Mannschaften, da ist alles möglich.“

Beim ersten olympischen DFB-Sieg seit 28 Jahren und dem zweithöchsten Erfolg bei Olympia nach dem 16:0 gegen Russland vor 104 Jahren in Stockholm ragte Nils Petersen mit fünf Toren heraus. Vor rund 15 000 Zuschauern traf der Stürmer vom Bundesliga-Aufsteiger SC Freiburg in der 14., 33., 40., 63./Foulelfmeter und 70. Minute. Maximilian Meyer (30./49./52.) stand ihm als dreifacher Torschütze kaum nach. Serge Gnabry vom FC Arsenal (8./45.) traf zweimal und hat wie Petersen nun fünf Tore auf seinem Turnierkonto.

Mit fünf Punkten und 15:5 Toren zog die DFB-Elf in der Tabelle noch an Olympiasieger Mexiko (4) vorbei, der Südkorea mit 0:1 unterlag und ausschied. Die Asiaten (7) zogen als Gruppensieger ins Viertelfinale, wo sie auf Honduras treffen.

Rios heimliche Helden
Paddelnder Priester
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Er betet jeden Tag, lebt streng religiös - und fährt in Rio um olympische Medaillen. Der Kanute Kazuki Yazawa startet bei Olympia für Japan, ist aber gleichzeitig buddhistischer Priester im Zenkoji Daikanjin Tempel im japanischen Nagano.

Erst beten, dann paddeln
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Jeden Morgen vor Sonnenaufgang betet der 27-Jährige, erst danach bleibt Zeit fürs Training. „Ich habe entschieden, dass Priester mein Hauptberuf ist und ich nur in meiner Freizeit Kanu fahre“, sagte der Olympia-Neunte von London 2012 der britischen Zeitung „Guardian“.

Premiere für Indien
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Angst kennt Dipa Karmakar nicht. „Ich glaube, dass Übung den Meister macht und dass Dinge dann nicht mehr schwierig sind“, sagt die 22-Jährige. Als erste indische Turnerin überhaupt hat Karmarkar es zu Olympia geschafft und schon den „Produnova“-Sprung gezeigt, der als extrem schwierige Übung gilt. „Ich hoffe, dass dieser Sprung in Indien noch berühmter wird als ich“, sagt die Turnerin.

Parkläuferin
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Die albanische Athletin Luiza Gega bereitete sich für Rio vor allem in Parks vor. Die einzige Trainingsmöglichkeit in der albanischen Hauptstadt Tirana, die Tartanbahn im Qemal-Stafa-Stadion, wurde passend zu Olympia abgerissen.

Vom Landwirt zur Medaillenhoffnung
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Eigentlich wollte Triyatno nur ein besseres Leben haben. Als der Sohn eines Bauern aus der indonesischen Provinz Kalimantan auf der Insel Borneo hörte, dass Athleten umsonst in Luxushotels schlafen dürfen, begann er zu trainieren. Dass ihn dieser Eifer bis zu den Olympischen Spielen nach Rio bringen würde, hätte der Gewichtheber wohl damals selbst nicht gedacht. Nach Silber in London 2012 strebt der 28-Jährige in Rio erneut eine Medaille an.

Allrounder
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Der Sprinter Etimoni Timuani tritt als einziger Sportler für den Pazifik-Inselstaat Tuvalu an. Für 100 Meter braucht er 11,72 Sekunden und damit zwei Sekunden mehr als Weltrekordler Usain Bolt. Dafür kann Timuani auch Fußball spielen - oder die Flagge seines Landes tragen wie hier am Bild.

Olympia-Opa
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Vor vier Jahren bei Olympia in London hatte Mark Todd schon so seine Probleme. „Es tut mir leid, Sir, dieser Bus ist für Athleten“, sagte damals ein Offizieller zu ihm, als der Reiter in einen Teambus einsteigen wollte. Immerhin ist der Neuseeländer schon 60 Jahre alt - und geht dennoch in Rio wieder an den Start. Es sind seine achten Olympischen Spiele, 1984 und 1988 gewann er Gold.

Die gegenüber dem 3:3 gegen Südkorea auf zwei Positionen veränderte DFB-Auswahl war von Beginn an hellwach. Schon nach acht Minuten eröffnete der von einigen Bundesligisten umworbene Gnabry den Torreigen. Kontrolliert spulte die Hrubesch-Truppe ihr Pflichtprogramm gegen die überforderten Freizeitfußballer aus der Südsee ab.

Vor allem die Hereinnahme von Petersen machte sich bei der Torejagd bezahlt. Der 27-Jährige, der Davie Selke vom Mitaufsteiger RB Leipzig ersetzte, stand im Sturmzentrum oft goldrichtig und holte zudem in der zweiten Halbzeit noch einen Elfmeter heraus. Meyer (58.) scheiterte jedoch an Fidschi-Torwart Simione Tamanisau, der im Beruf Polizist ist. Kurz darauf machte es Petersen vom Punkt dann besser.

Den letzten deutschen Sieg in einem Olympia-Turnier hatte es 1988 gegeben. Damals holten Jürgen Klinsmann & Co. durch ein 3:0 im kleinen Finale gegen Italien Bronze. Das ist auch das Mindestziel der aktuellen Generation, die unbedingt ins Olympische Dorf will. In Rio steigt am 20. August im legendären Maracanã-Stadion das Finale. Erst dort soll die Olympia-Reise der Hrubesch-Truppe enden.

  • dpa
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