1.FC Köln verwandelt ersten Matchball
Geißböcke machen Aufstieg perfekt

Der 1.FC Köln hat am 31.Spieltag der 2.Bundeliga die Rückkehr ins Bundesliga Oberhaus perfekt gemacht. Die Geißböcke können nun nach einem tollen Spiel für die Bundeliga planen.

HB AUE. Um 22:06 Uhr war das Saisonziel des 1.FC Köln erreicht. Die sofortige Rückkehr in die Fußball-Bundesliga ist nach einem 2:1 (1:1)-Sieg beim FC Erzgebirge Aue besiegelt. Der dreimalige Deutsche Meister steht am viertletzten Zweitliga-Spieltag als erster Aufstieger fest und hat damit nach nur 345 Tage den dritten "Betriebsunfall" der Vereinsgeschichte wieder repariert.

Bei zehn Punkten Vorsprung auf den Tabellenvierten Alemannia Aachen sind die Geißböcke nicht mehr von einem der drei Aufstiegsränge zu verdrängen. Dagegen musste Aue nach der zweiten Heimpleite hintereinander seine Aufstiegs-Ambitionen wohl endgültig begraben. "Das ist super für den Präsident, für die Spieler und unsere tollen Fans", meinte Stevens, der zum Saisonde den FC aus privaten Gründen verlassen wird: "Ich werde in meinem Herzen viel mitnehmen."

Manager Andreas Rettig ergänzte: "Der Aufstieg ist ein Produkt aus Trainer und Mannschaftsleistung." Verantwortlich für den dritten Erstliga-Aufstieg der Kölner nach 2000 und 2003 waren vor 15.000 Zuschauern im proppevollen Erzgebirgsstadion Christian Springer (44.) und Marius Ebbers (66.), die mit ihren Toren die frühe ungerechtfertigte Auer Führung durch Andrzej Juskowiak (1.) korrigierten.

Nach dem Spiel stand der Charterflieger für die Kölner Aufstiegshelden bereits parat. Kurz nach Mitternacht wurde der FC-Tross zurück in der Domstadt erwartet. Danach waren Autokorsos und eine große Party rund um das Geißbockheim geplant. Der aufgrund der Ausfälle von Nationalspieler Lukas Podolski (Fußverletzung), Karsten Cullmann (Leistenprobleme) und Europameister Vasilis Tsiartas (Zerrung) sowie der gesperrten Christian Rahn und Matthias Scherz arg ersatzgeschwächte 1. FC Köln brauchte 20 Minuten, um den Schock des frühen Rückstandes zu verdauen. Dabei war der Schuss von Juskowiak nicht einmal hinter der Linie, Schiedsrichter-Assistent Friedrich Bielmeier aber entschied auf Tor.

Dann übernahmen vor allem Albert Streit und Rolf-Christel Guie-Mien die Regie im Mittelfeld und drängten die nun ungenau agierenden Auer in die Defensive. Streit (36.) und Andre Sinkala (42.) vergaben schon vor dem Ausgleich Großchancen. Aue kam mit neuem Schwung aus der Pause und drängte mit großem Willen auf die erneute Führung. Doch die Kölner Abwehr leistete sich nun nicht mehr jene kapitalen Schnitzer der Anfangsphase, wo vor allem Bilica die 1000 mitgereisten Fans mit einigen Querschlägern in Angst und Schrecken versetzte. Juskowiak baute im Auer Sturmzentrum ab, und über die Außenbahnen kam zu wenig Konstruktives.

Köln überzeugte mit der insgesamt besseren Spielanlage. Beste Auer Spieler waren Matthias Heidrich und Kapitän Jörg Emmerich im Deckungsverbund. Bei den Kölnern spielten Streit und Sinkala am auffälligsten.

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