75. US-Masters
Kaymer der Gejagte - und der Jäger

Er ist der Weltranglisten-Erste und hat bereits ein Major-Turnier gewonnen - und doch geht der deutsche Golfprofi Martin Kaymer nur als Außenseiter in die US Masters. Denn bei den bisherigen Auftritten, war es nicht sein Turnier.
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Augusta/FrankfurtAm Donnerstag um 10.19 Uhr Ortszeit wiederholt sich beim 75. US Masters deutsche Golfgeschichte. 25 Jahre nach Bernhard Langer wird Martin Kaymer als zweiter Deutscher beim US Masters als Nummer eins der Welt an den ersten Abschlag gehen. „Das ist etwas Besonderes und macht mich sehr stolz. Für mich geht damit ein Traum in Erfüllung“, sagte der 26-Jährige aus Mettmann vor seinem großen Moment.

Adrenalin pur - aber seine Nerven hat Kaymer wie immer im Griff. Deutschlands Golfstar spielt beim ersten Major des Jahres im Augusta National GC als Nummer eins der Welt die Rolle des Gejagten.

„Meine Ansprüche an mich sind wirklich sehr, sehr hoch. Ich will alle Major-Turniere gewinnen. Es ist ein wunderbares Gefühl, als Nummer eins hier anzutreten. Aber dass es so kommen würde, habe ich so schnell wirklich nicht erwartet“, meinte Kaymer vor dem ersten Abschlag an der Seite des Briten Lee Westwood am Donnerstag um 16.19 Uhr (MESZ).  

Die Konkurrenz mit Amerikas favorisierten Mehrfach-Siegern beim Masters wie Phil Mickelson (3 Titel) und Tiger Woods (4) lauert wie der Weltranglisten-Zweite Westwood bei der Reifeprüfung des 26-Jährigen nur auf den ersten Fehltritt des stets coolen Branchenprimus.  

Vor sechs Wochen hat Kaymer den Thron bestiegen und den 37-jährigen Engländer an der Spitze abgelöst. Seitdem fiebert der Deutsche dem begehrtesten Einladungsturnier der Welt entgegen. Selbst seine bisher drei Fehlversuche seit 2008 im Kampf um den Titel und das „Grüne Jacket“ belasten ihn nicht.  

„Ich habe hier nie gut gespielt. Aber es gibt immer ein erstes Mal. Wenn du drei Cuts verpasst hast, kann es wirklich nicht schlechter werden“, gab Kaymer zu. Neben Alexander Cejka ist er der einzige deutsche Profi bei dem mit 7,5 Millionen Dollar dotierten Grand Slam. Der zweimalige Mastersieger Bernhard Langer musste wegen einer Daumenoperation absagen.  

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