sonstige Sportarten
800-m-Läufer Herms trumpft in Straßburg auf

Rene Herms hat beim Sportfest in Straßburg für eine faustdicke Überraschung gesorgt. Der 22 Jahre alte 800-m-Läufer unterbot zum zweiten Mal in seiner Karriere die Marke von 1:45 Minuten und schaffte damit die WM-Norm.

Beim Sportfest in Straßburg sorgte der 800-m-Läufer Rene Herms für einen Lichtblick. Sechs Wochen vor den Leichtathletik-Weltmeisterschaften in Helsinki (6. bis 14. August) gelang es dem 22-Jährigen aus Pirna zum zweiten Mal in seiner Karriere, unter 1:45 Minuten zu bleiben. Mit 1:44,88 konnte er zudem den Olympiazweiten Mbulaeni Mulaudzi (1:45,14) bezwingen. Herms, der eine Bestleistung von 1:44,14 aus dem Vorjahr aufweist, unterbot mit dieser Leistungssteigerung erstmals die WM-Norm des Deutschen Leichtathletik-Verbandes (1:45,40).

Die Welttitelkämpfe in Finnland werden auf jeden Fall ohne Stabhochsprung-Olympiasieger Timothy Mack stattfinden. Bei den US-Meisterschaften im kalifornischen Carson, zugleich WM-Qualifikation, belegte Mack beim Sieg von Newcomer Brad Walker mit enttäuschenden 5,40m den siebten Platz. Nur die ersten Drei jeder Entscheidung lösen die Tickets nach Finnland, Ausnahmeregelungen gibt es nicht.

"Alle haben sich auf den starken Wind eingestellt, nur ich habe es nicht geschafft", klagte Mack, der am ersten Tag der Trials nicht das einzige prominente Opfer war. Auch der Olympiazweite im Weitsprung, John Moffitt, schied nach einer indiskutablen Vorstellung aus. Mit 7,68m belegte er nur den achten Platz und lag damit 67 Zentimeter hinter dem siegreichen Miguel Pate (8,35). Zweiter wurde der zuvor in diesem Jahr noch ungeschlagene Olympiasieger Dwight Phillips mit 8,28m.

In technischen Disziplinen kaum Konkurrenz aus den USA

In den technischen Disziplinen müssen die deutschen WM-Hoffnungsträger um Lars Riedel, Franka Dietzsch und Steffi Nerius in Helsinki kaum Konkurrenz aus den USA fürchten. Im Diskuswerfen der Männer holte sich Ian Waltz mit 64,54m den Titel. Bei den Frauen ging der Sieg mit 62,92m an Becky Breisch, das Speerwerfen entschied Kim Kreiner mit 58,95m für sich.

Für einen weiteren deutschen Sieg in Straßburg sorgte Speerwerfer Christian Nicolay. Der Wattenscheider dominierte mit 81,23m. Dagegen reichte es für Sprinter Tobias Unger (Kornwestheim) nicht zum Sieg. Über 100m musste er sich in 10,39 Sekunden dem klar favorisierten Europacup-Gewinner Ronald Pognon aus Frankreich (10,17) geschlagen geben. Bei den Frauen siegte dessen Teamkollegin Christine Arron in 11,18.

Im Frauen-Hochsprung überzeugte die für Frankreich startende frühere deutsche Meisterin Melanie Skotnik mit der persönlichen Freiluft-Bestleistung von 1,95m.

© Sport-Informations-Dienst, Neuss

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