Ab heute zählt die Leistung auf dem Rennrad
Einrollen für den nächsten Versuch

T-Mobile-Star Jan Ullrich steigt heute in die Radsportsaison ein. Bei der Sarthe-Rundfahrt wagt er erstmals in diesem Jahr den Vergleich mit der Konkurrenz. In drei Monaten will er dann Armstrong schlagen.

FRANKFURT. Jan Ullrich hat sich Zeit gelassen. Mehr Zeit als die meisten, wenn nicht gar alle seiner Kollegen. Der T-Mobile-Profi steigt erst heute in die neue Radsportsaison ein. Bei der Sarthe-Rundfahrt wagt er erstmals in diesem Jahr den Vergleich mit der Konkurrenz. Der 31 Jahre alte Wahlschweizer ist überzeugt, dass er die vergangenen Wochen in der Toskana sinnvoll genutzt hat. Böse Zungen behaupten, er hätte das angenehme Klima genossen und wieder einmal nicht ernsthaft an der Vorbereitung des Saisonhöhepunkts, der Tour de France, gearbeitet. Ullrich aber versichert, in Italien "sehr gut trainiert" zu haben. Einen Sieg beim viertägigen "Circuit de la Sarthe - Pays de la Loire" schließt der gebürtige Rostocker indes aus. Wegen des flachen Streckenverlaufs sei das Rennen lediglich "ideal, um sich einzurollen".

Jan-Ullrich-Anhänger sind es ohnehin gewohnt, in den ersten Rennen zu leiden, und haben sich mittlerweile auch an den scheinbar aussichtslosen Kampf bei der großen Schleife in Frankreich gegen Lance Armstrong gewöhnt.

Es soll, wie sollte es anders sein, in der diesjährigen Auflage anders laufen. Ullrich will den sechsfachen Toursieger Armstrong bezwingen. Es könnte die letzte Möglichkeit sein, denn die Spekulationen zum möglichen Karriereende des Texaners erhärten sich.

Doch bis dahin ist es für Ullrich noch ein weiter Weg, der heute mit den ersten 197 Kilometern von Saint-Hilaire-de-Riez nach Varades beginnt. Ullrich will "mitfahren", um sich "an das höhere Tempo des Peletons zu gewöhnen". Nicht mehr und nicht weniger, betont er auf seiner Homepage.

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