Abstände der Topfahrer unverändert
Armstrong kontert einfach jede Attacke

Der Spanier Oscar Pereiro hat die letzte Bergetappe der 92. Tour de France gewonnen. Der Phonak-Profi setzte sich nach 180,5 km zwischen Mourenx und Pau im Schlussspurt eines Spitzenquartetts vor dem Italiener Eddy Mazzoleni durch. Nachdem er am Sonntag im letzten Moment George Hincapie den Vortritt lassen musste, kam Pereiro so doch noch zu seinem Tageserfolg. Im Hauptfeld verteidigte Lance Armstrong das Gelbe Trikot des Spitzenreiters in der Gesamtwertung erfolgreich, zeitgleich kam auch Jan Ullrich mit 3:25 Minuten Rückstand auf Pereiro an.

HB PAU. Lance Armstrong trennen noch 782 Kilometer von einem Rekord, der die Qualität auf nahezu ewigen Bestand haben könnte. Der Magier aus Texas kam auf dem Weg zu seinem siebten Tour-Erfolg in Serie auch auf der 16. Etappe über 180,5 Kilometer von Mourenx nach Pau am Fuß der Pyrenäen nicht aus dem Tritt. Die Abstände an der Spitze des Gesamtklassements änderten sich am Dienstag nicht. Weder der direkte Armstrong-Verfolger Ivan Basso (2:46 Minuten zurück) konnte Boden gut machen zum Mann in Gelb, noch Jan Ullrich auf Rang vier (5:58) den Abstand zum Dritten, Mickael Rasmussen (3:09) aus Dänemark, verringern.

Dem T-Mobile-Team von Jan Ullrich droht zudem ein herber Verlust. Der letztjährige Gesamtzweite Andreas Klöden war auf der letzten Bergetappe zusammen mit seinem Teamkollege Matthias Kessler schon nach Kilometer elf in einen Massensturz verwickelt. Klöden wurde nach der Zielankunft mit Verdacht auf einen Handgelenksbruch; Kessler mit einer Wirbelsäulenstauchung und mit Verdacht auf eine leichte Gehirnerschütterung ins Krankenhaus gebracht. Es besteht die Gefahr, dass die beiden deutschen Radprofis am Mittwoch bei der 17. Etappe von Pau nach Revel nicht mehr mitfahren können.

Lange stand das Rennen im Zeichen des Australiers Cadel Evans, der wie Rasmussen aus dem Mountainbike-Lager stammt. Der Australier, beim Giro 2002 schon ein Mal in Rosa und im vorigen Jahr bei T-Mobile ausgemustert, scheiterte als Solo-Ausreißer, entriss aber dem Vorjahres-Zweiten Andreas Klöden aber Platz zehn und Winokurow Platz acht im Gesamtklassement. Der frühere T-Mobil-Profi Cadel Evans überquerte als Erster den Aubisque. Sein Vorsprung auf die Armstrong-Gruppe betrug auf dem Gipfel insgesamt 4:15 Minuten. Der Australier hatte sich dabei als bester Kletterer einer ursprünglich elfköpfigen Spitzengruppe gezeigt. Im Vorjahr hatte T-Mobile auf seine Tour-Nominierung verzichtet, weil Evans angeblich Schwierigkeiten hat, sich im Wirrwarr eines großen Fahrerfeldes zurecht zu finden. Der Australier belegt jetzt Rang sieben.

Auf der langen Abfahrt schlossen die beiden Spanier Pereiro und Zandio sowie Mazzoleni zu Evans wieder auf und drückten fortan mächtig auf das Tempo. Zwischenzeitlich musste Ullrich sogar um seinen vierten Platz im Gesamtklassement bangen, da Evans dem Toursieger von 1997 bedrohlich nah gekommen war.

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Für den besonderen deutschen Aspekt sorgte der Westfale Jörg Ludewig vom italienischen Team Domina Vacanze. Der Profi aus Steinhagen mühte sich lange in einer Ausreißergruppe und belegte in Pau Rang sieben mehr als eine Minute vor der von Armstrong angeführten, 31-köpfigen Verfolgergruppe mit allen Favoriten.

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