Adidas entwickelt neues Design für Turin
Auch ohne drei Streifen immer präsent

Die Vorschriften für Werbung auf der Bekleidung der Olympiateilnehmer sind streng. Das bekommt auch Adidas zu spüren. Der Sportartikelhersteller muss erstmals auf sein traditionsreiche Markenzeichen verzichten. Doch die Not macht die Herzogenauracher erfinderisch.

TURIN. Im Vorfeld der Olympischen Winterspiele von Turin erhielt Adidas einen blauen Brief vom Internationalen Olympischen Komitee (IOC). Die Funktionäre untersagten dem Unternehmen darin, sein Markenzeichen mit den drei Streifen auf der Sportbekleidung in der bisherigen Größe zu nutzen. Nur noch eine 20 Quadratzentimeter große Fläche sei erlaubt - so wie bei den Mitbewerbern auch.

Deshalb gehen die von Adidas ausgestatteten Sportler nun mit einem neuen Design in Turin an den Start. Statt der klassischen drei Streifen an Armen und Beinen bestimmt die Ziffer "3" das Design. Durch aneinander gereihte Dreien soll Adidas als Absender der Kollektion erkennbar bleiben. Das Design, das zunächst nur bei den Olympischen Spielen in Turin zur Anwendung kommt, sei mit dem IOC abgestimmt worden, und entspreche dem Regelwerk.

Mit diesem neuen Look rüstet Adidas auch in Turin zahlreiche Nationale Olympische Komitees sowie Sportverbände aus. In allen Sportarten, die im Eiskanal stattfinden - Bob, Rodeln und Skeleton - oder auf der Loipe - Langlauf, Biathlon und die Nordische Kombination - sowie auf der Sprungschanze werden Adidas - Produkte im Wettkampf eingesetzt.

Kern des Engagements der Franken sind die neuen Anzüge. "Wir haben uns darauf konzentriert, den Bewegungsablauf der Athleten zu analysieren", sagt Projektleiter James Lamont vom Adidas Innovation Team. Dabei sei klar geworden, dass die Muskeln der Athleten den Schlüssel für die neue Anzugtechnologie darstellen sollen, da die einzelnen Muskelgruppen für die schnelle Bewegung verantwortlich sind. Das Prinzip der neuen Kleidung: Der natürlichen Bewegung der Muskulatur folgen und diese verstärken.

So spürt der Athlet im neuen Anzug eine Stützfunktion, die ihm automatisch in eine aufrechtere Position verhilft. "Wir haben vor fünf Jahren mit der Entwicklung des Anzuges begonnen", sagt Lamont, "erst im Sprintbereich bei den Leichtathleten, danach haben wir das Konzept verbessert". Bereits im Jahr 2003 sorgte ein erster Prototyp des Anzuges für eine große Überraschung: Kim Collins wurde darin in Paris Weltmeister über die 100 Meter.

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