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Agassi triumphiert in Los Angeles

Nach monatelanger Spielpause hat Andre Agassi sein erstes Turnier gewonnen. Gegen den Luxemburger Gilles Müller setzte sich der US-Amerikaner im Finale von Los Angeles nach zwei Sätzen mit 6:4, 7:5 durch.

Mit dem 60. Titelgewinn seiner Karriere hat der US-Amerikaner Andre Agassi ein traumhaftes Comeback nach langer Verletzungspause auf der ATP-Tour gefeiert.

Der 35-Jährige setzte sich im Finale von Los Angeles 6:4, 7:5 gegen den 13 Jahre jüngeren Gilles Müller aus Luxemburg durch. Agassi schaffte seinen Jubiläumserfolg beim ersten Turnierstart nach seinem Erstrundenaus bei den French Open in Paris Ende Mai. Seitdem hatte der Ehemann von Steffi Graf wegen Rückenbeschwerden kein Turnier mehr bestritten und musste auch seinen Wimbledon-Start absagen.

"Das ist ein Traum für mich. Mein Körper spricht endlich auf die Behandlung an, und es geht mir immer besser. Ich denke jetzt gar nicht daran, sondern nur an mein Spiel", meinte der 35-Jährige.

Schmerzen durch entzündeten Ischiasnerv

Noch vor zwei Monaten war Agassi tieftraurig und am Boden zerstört nach seiner Erstrundenniederlage vom Centre Court in Paris geschlichen. Ein entzündeter Ischiasnerv bereitete dem Amerikaner höllische Schmerzen, und nicht mal Agassis Umfeld war sich so sicher, ob der einstige Paradiesvogel noch einmal auf die große Tennisbühne zurückkehrt. Doch nun ist der achtmalige Grand-Slam-Sieger, der sich immer wieder mit Kortison-Spritzen behandeln lässt, wieder da. Nicht mal eineinhalb Stunden benötigte Agassi, dann war der vierte Turniersieg in Los Angeles und der erste 2005 perfekt. Strahlend ließ er sich von den Fans auf der ausverkauften Anlage feiern und schickte wie immer Kusshände ins Publikum.

"Vergangene Wochen waren sehr hart"

"Die vergangenen Wochen war sehr hart. Aber auf der anderen Seite war die Pause auch hilfreich, ich habe mir viele Fragen gestellt. Dass sich die Arbeit nun auszahlt, ist überwältigend", meinte Agassi, dessen Karriere als Tennisprofi schon 1986 begann. Nur sechs Spieler haben mehr Turniere gewonnen.

Zu dieser Sechser-Gruppe gehört auch Pete Sampras (64 Siege). Jener Sampras, dessen Name stets fällt, wenn über das Karrierende von Agassi spekuliert wird. Denn Agassi hatte vor dieser Saison angekündigt, dieses Jahr nochmal komplett spielen zu wollen und danach über seine Zukunft zu entscheiden. Nun stehen am 29. August die US Open an. Jenes Turnier, das Sampras 2002 im reinen US-Finale gegen Agassi noch einmal gewann. Danach spielte der 14-malige Grand-Slam-Sieger kein einziges Turnier auf der ATP-Tour mehr und wurde 2003 mit Tränen in den Augen von 16 000 begeisterten Fans in Flushing Meadows verabschiedet.

Ob Agassi ähnliche Träume für sein Karrierende hat, will er nicht verraten. "Wenn ich gesund bleibe, dann freue ich mich sehr auf die Herausforderung in New York. Ich brauche immer wieder die Matches gegen die besten Spieler der Welt", meinte Agassi nach dem L.A.-Erfolg.

© SID

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