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Agassi und Federer stehen im Finale von New York

Publikumsliebling Andre Agassi hat bei den US-Open in New York dank einer kämpferischen Glanzleistung das Endspiel erreicht. Nun wartettitelverteidiger Roger Federer auf den US-Amerikaner.

Die unglaubliche Geschichte des Andre Agassi geht weiter. Der "große alte Mann" hat bei den US-Open zum sechsten Mal das Finale erreicht. Vor 20 000 begeisterten Zuschauern im Arthur-Ashe-Stadium in New York behielt Agassi gegen seinen Landsmann Robby Ginepri mit 6:4, 5:7, 6:3, 4:6, 6:4 die Oberhand.

Im Finale trifft Agassi auf Titelverteidiger Roger Federer aus der Schweiz. Der weltbeste Tennisspieler setzte sich in einer Neuauflage des Vorjahresfinales im Halbfinale 6:3, 7:6 (7:0), 4:6, 6:3 gegen den Australier Lleyton Hewitt durch. Damit gewann er sein 34. Match auf Hartplatz in Folge und stellte den Rekord von Pete Sampras (USA) ein. Bis 2005 hat noch kein Spieler in der Profiära hintereinander die Titel in Wimbledon und New York erfolgreich verteidigt. Federer war vor den US Open in 22 Endspielen seit 2003 erfolgreich.

Agassi siegt mit den Fans im Rücken

Auch wenn es ein rein amerikanisches Halbfinale war, war die Sympathie der Zuschauer doch eindeutig auf der Seite des Mannes aus Las Vegas. Bei all seinen Spielen schwang immer die Möglichkeit mit, dass es der letzte Auftritt des Ehemanns von Steffi Graf in Flushing Meadows sein könnte. Agassi verweigerte bislang allerdings jeden konkreten Kommentar zu seinen Zukunftsplänen, ein sentimentaler Rücktritt nach seinem neunten Major-Sieg wurde jedoch nicht ausgeschlossen.

Allerdings präsentiert sich Agassi in diesem Jahr in Flushing Meadows so fit wie seit langem nicht. Die chronischen Probleme mit dem Ischiasnerv hat er durch eine Cortison-Spritzen-Kur im Sommer und intensivem Training mit seinem Fitnesscoach Gil Reyes offenbar in den Griff bekommen. Sein Fünf-Satz-Sieg im Viertelfinale am Mittwoch über James Blake ist bereits zu einem Klassiker in der Open-Geschichte geworden.

Guter Start für Agassi

Das Marathonmatch aber hat offenbar auch viel Substanz gekostet. Agassi begann das Match zwar sehr konzentriert sowie dominant und entschied den ersten Satz relativ problemlos für sich, anschließend aber kam Ginepri in seinem ersten Halbfinale bei einem Grand-Slam-Turnier besser ins Spiel und verlor auch immer mehr den Respekt vor dem ehemaligen Weltranglisten-Ersten.

Ginepri hatte in den vorherigen Runden zwar bereits drei Fünf-Satz-Matches zu bestreiten, unter anderem gegen Tommy Haas in der dritten Runde. Er ist der erste Spieler in der Open-Geschichte, der vier Fünf-Satz-Matches hintereinander bestreiten musste. Mit 23 Jahren ist er aber deutlich jünger als sein Gegenüber und wirkte in der Schlussphase frischer. Dennoch schaffte es Agassi erneut, im entscheidenden Augenblick sein Spiel noch einmal zu steigern.

Mit einem Stopp nahm er Ginepri vorentscheidend den Aufschlag im fünften Satz zum 4:2 ab und beendete das Match mit einem Ass bei seinem ersten Matchball nach 2:47. Stunden. Ehefrau Steffi Graf und die beiden Kinder Jaz Elle und Jaden Gil feierten anschließend das erneute "Agassi-Wunder" wie die Fans im Stadion mit Standing Ovations.

© SID

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