sonstige Sportarten
Alinghi schon wieder auf Kurs

Der Schweizer Titelverteidiger Alinghi mit Sportdirektor Jochen Schümann ist vor dem 32. America´s Cup 2007 bereits in Top-Form. Bei den vierten Vorbereitungsregatten ließ die Alinghi der Konkurrenz keine Chance.

Erstaunliche Frühform: Rund zwei Jahre vor der 32. Auflage des America´s Cup 2007 hat sich der Schweizer Titelverteidiger Alinghi mit Sportdirektor Jochen Schümann aus Penzberg in blendender Verfassung präsentiert. Souverän und routiniert spulten die Eidgenossen bei den vierten Vorbereitungsregatten (Act 4) ihr Programm ab und ließen selbst den hocheingeschätzten Herausforderer vom Team New Zealand (Neuseeland) und BMW-Oracle-Racing (USA) keine Chance. Der Verlust von Star-Skipper Russell Coutts, der sich im Juli 2004 wegen Kompetenzstreitigkeiten mit Team-Eigner Ernesto Bertarelli überworfen hatte, scheint endgültig aufgefangen zu sein.

"Wir sind voll im Plan"

"Wir sind voll im Plan und schon wieder auf einem ähnlich guten Weg wie vor unserem Sieg 2003. Aber auch, wenn es vielleicht so aussah, leichte Siege gibt es auf diesem Niveau nicht", sagte Schümann, auf dessen Schultern nach dem Abgang des Neuseeländers Coutts noch mehr Verantwortung lastet: "Das ist okay. Eigentlich spüre ich weniger Druck als vor dem letzten Cup, da sich damals viele Fragezeichen auftaten. Das ist dank der Acts nun anders. Durch den direkten Vergleich mit der Konkurrenz weiß man immer, wo man steht."

Elf Boote aus neun Nationen fordern die Schweizer heraus, die die prestigeträchtigste Segel-Trophäe der Welt als erstes Binnenland gewannen und erstmals nach 152 Jahren wieder nach Europa holten. Die elf Wettbewerber waren gemäß den Regularien auch schon vor Valencia am Start. Das Team Germany, das seine Teilnahme erst kurz vor Meldeschluss am 29. April zugesagt und vor dem ersten Rennen gerade mal eine Woche auf dem Wasser trainiert hatte, trat beim Act vier als erste deutsche Mannschaft in der 154-jährigen Geschichte des America´s Cups an.

"Ich freue mich, dass sie dabei sind. Darauf hat die Segelwelt 100 Jahre gewartet. Wenn sie sich so schnell weiterentwickeln, können sie eine gute Rolle spielen. Es ist toll, dass sie sogar drei Rennen gewonnen haben", lobte Schümann, der seit Anfang März in Valencia wohnt, das Team um den dänischen Skipper Jesper Bank. Schümann kann sich nach 2007 sogar ein Engagement in seinem Heimatland vorstellen: "Noch ist es aber zu früh, sich überhaupt mit diesem Thema zu beschäftigen."

Derzeit steht für den 51-Jährigen die Konzentration auf seine Aufgaben bei den Schweizern eindeutig im Vordergrund. An Land ist er für die Trainingsplanung und Teamzusammensetzung zuständig, auf dem Wasser ist er neben Peter Holmberg von den Virgin Islands und dem US-Amerikaner Ed Baird einer von drei Alinghi-Steuermännern. Wer das Ruder 2007 halten wird, ist allerding noch völlig offen.

"Wir wollen drei Steuerleute aufbauen und damit den Inhouse-Wettbewerb forcieren. Jeder von uns wird die Rolle bei den Acts einmal übernehmen", erklärte der Deutsche. Für Act vier und wohl auch für die Fleet Races des Act fünf von Freitag bis Sonntag fiel die Wahl auf Holmberg. Schümann geht dann erneut als Mitglied der Afterguard an Bord. "Dieses Testen ist enorm wichtig. Wie in jeder Sportart ist auch im Segeln die Vorbereitung das A und O. Schließlich wollen wir den Cup 2007 erfolgreich verteidigen."

© Sport-Informations-Dienst, Neuss

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