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Bundesligen setzen sich für Wettanbieter ein

Dem privaten Wettanbieter bwin droht der Konzessions-Entzug, was auch für die deutsche Handball- und Basketball-Bundesliga nicht ohne Folgen bleiben dürfte. So wenden sich die Ligen in einem offenen Brief an die Politik.

Der drohende Entzug der Konzession für den privaten Wettanbieter bwin könnte auch hohe Einnahmeverluste für die Basketball- und Handball-Bundesliga bedeuten. In einem gemeinsamen offenen Brief haben sich die beiden Bundesligen an Georg Milbradt, Ministerpräsident des Landes Sachsen, und Landesinnenminister Albrecht Buttolo gewandt. Darin berufen sich Handballer und Basketballer auf die Ministerpräsidentenkonferenz am 22. Juni 2006, bei der sich die Mehrheit der Bundesländer für die Wiederherstellung eines staatlichen Sportwettenmonopols - vorerst auf vier Jahre begrenzt - ausgesprochen haben.

Zudem habe das Bundesverfassungsgericht in seinem Sportwettenurteil vom 28. März 2006 dem Gesetzgeber ausdrücklich zwei Optionen für die zukünftige Regulierung des Sportwettenmarktes in Deutschland aufgezeigt: Neben der Aufrechterhaltung des staatlichen Monopols unter sehr restriktiven Bedingungen ermögliche das Gericht auch die Schaffung eines Rechtsrahmens, der private Sportwettenanbieter zulasse, heißt es in dem Brief.

Mit Unverständnis müsse man nun zur Kenntnis nehmen, dass die Landesregierungen unter Federführung des Bundeslandes Sachsen vorhaben, "unserem wichtigen und verlässlichen Partner bwin die Konzession und damit die Geschäftsgrundlage zu entziehen. Sollte es tatsächlich dazu kommen, hätte dies für die BBL, DEL und HBL gravierende Folgen: Einerseits müssten die betroffenen Ligen mit Einnahmeverlusten im sechsstelligen Bereich pro Liga rechnen, andererseits würde die Nachwuchsförderung, in die die Vereine einen nicht unerheblichen Betrag - auch aus finanziellen Mitteln von bwin - investieren, massiv beeinträchtigt".

© SID

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