Allgemein Allgemein: Krisensitzung bei Commonwealth-Games

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Krisensitzung bei Commonwealth-Games

Wegen der großen Organisationsprobleme hat sich Indiens Regierung in die Planungen der Commonwealth-Games eingeschaltet. Mehrere Top-Athleten sagten ihre Teilnahme bereits ab.

Indiens Regierung schaltet sich kurz vor den Commonwealth-Games in der Hauptstadt Neu-Delhi (3. bis 14. Oktober) wegen der großen Organisationsprobleme massiv in die Planungen ein. Premierminister Manmohan Singh berief angesichts der ausufernden Schwierigkeiten im Sicherheits- und Hygiene-Bereich eine Krisensitzung seiner zuständigen Minister ein.

Unterdessen verschob Neuseeland die Anreise seiner Teilnehmer um vier Tage auf Dienstag, während Australiens Ministerpräsidentin Julia Gillard den Aktiven vom Fünften Kontinent wegen der Sicherheitslage in Neu-Delhi die Entscheidung über eine Teilnahme freistellte.

Neuseeland beschloss als dritte Nation nach Kanada und Schottland aufgrund der unzureichenden Zustände im Athletendorf und der drohenden Gesundheitsrisiken die Verschiebung der Anreise seines Teams. "Es geht uns nicht um Komfort oder gar Luxus für unsere Athleten. Für uns ist es einzig und allein eine Frage der Sicherheit und der Hygiene", begründete Präsident Mike Stanley vom Nationalen Olympischen Komitee der Neuseeländer die Planänderung: "Wir setzen inzwischen unsere Anstrengungen fort, die Veranstalter und Organisatoren dringend zu einer Lösung der Probleme zu drängen."

Australien mit Sicherheits-Bedenken

In Australien stehen besonders die Sicherheitsprobleme im Vordergrund. "Wir überlassen es wegen der vielfältigen Bedenken jedem Aktiven persönlich, ob er an den Spielen teilnehmen will", erklärte Regierungschefin Gillard auf eine Pressekonferenz. Gillard kündigte außerdem an, dass ihr Land zusätzliche Kontingente von Polizisten und Sicherheitsexperten zur Unterstützung der indischen Behörden nach Neu-Delhi schicken wird.

Aus Furcht vor Terror und Epidemien wie dem derzeit in Neu-Delhi grassierenden Denguefieber haben bereits mehrere Spitzenathleten ihre Teilnahme an den alle vier Jahre stattfinden Wettkämpfen von Sportlern aus England und Großbritanniens ehemaligen Kolonien abgesagt. Als prominentester Star fehlt der dreifache Sprint-Olympiasieger und-Weltmeister Usain Bolt aus Jamaika, außerdem verzichteten schon der englische Dreisprung-Weltmeister Phillips Idowu und die australische Diskus-Weltmeisterin Dani Samuels auf ihre Starts.

Ob Singhs neuerliche Bemühungen noch einen reibungslosen Ablauf des Mrd.-Spektakels ermöglichen können, ist derzeit schwer einzuschätzen. Schon die Übernahme der Kontrolle über die Vorbereitungen im Athletendorf durch die Regierung blieb bislang weitgehend fruchtlos.

© SID

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